Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch im Sonntagsfrühstück

Das Sonntagsfrühstück ist der Personality-Talk auf ANTENNE BAYERN. Wöchentlich frühstückt Katrin Müller-Hohenstein mit interessanten Persönlichkeiten aus Bayern und der ganzen Welt.

Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch im Sonntagsfrühstück

Diesmal dabei: Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch

Hör dir hier die aktuelle Folge mit Maria Höfl-Riesch an!

Über Maria Höfl-Riesch

Am 22.01.2023 hat Katrin Müller-Hohenstein die ehemalige Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch im Sonntagsfrühstück begrüßt.

Schon mit drei Jahren stand Maria Höfl- Riesch auf Skiern und ihre ersten Erfolge im Wintersport sollten nicht lange auf sich warten lassen. Mit 14 Jahren durfte sie ihr erstes internationales Rennen absolviert und nur ein Jahr später bei der Juniorenweltmeisterschaft teilnehmen. Die 16-jährige Maria durfte sich dann bereits Profiskirennläuferin nennen.

2004 mit nur 19 Jahren feierte sie ihren ersten Weltcupsieg. Leider fing im selben Jahr schon ihr großes Verletzungspech an, welches die Karriere der Spitzensportlerin prägte: Auf eine Schulterfraktur folgte im Jahr darauf ein Kreuzbandriss, welcher in Kombination anderer Unfälle ein vorzeitiges Saisonende bedeutete.

Umso beeindruckender sind die Erfolge die Maria Höfl- Riech nach ihrer großen Rückkehr 2006 verbuchen durfte: der dreifache Olympiasieg in Vancouver 2010 (Slalom, Super Kombination) und 2014 in Sotchi (Super Kombination) sowie der zweite Platz im Super G in Sotschi 2014, der Weltmeisterinnen Titel im Slalom 2009 und in der Super Kombination 2012.

2010 und 2014 wurde sie jeweils zur Sportlerin des Jahres gekürt.

Seit ihrem Karierende berät Maria Höfl-Riesch Hobby-Sportler in Fitness-Fragen und steht Amateuren als professionelle Trainerin beim Skifahren zur Seite.

In der Liebe hat sie seit 2010 ihr Glück gefunden in ihrem Manager Markus Höfl. Nachdem sie die Skischuhe an den Nagel gehängt hatte, rutschte sie allerdings in eine schwere Ehekrise mit ihrem Mann. In einem Interview sprach die Olympiasiegerin über diese Zeit: 

„Ich sehnte mich nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und wollte erst einmal beruflich weniger machen“. 

Ihr Ehemann hingegen „wollte Vollgas geben - er pushte mich, ich empfand das als Druck, es gab zunehmend Streit.“

Heute trennen die beiden berufliches und privates deutlicher voneinander. 

Abseits der Piste veröffentlichte Höfl-Riesch drei Bücher, unter anderem ihre Autobiografie „Geradeaus: Höhen und Tiefen“.

Übrigens: auch im Fernsehen war Maria Höfl-Riesch schon zu sehen, und zwar mit Gastauftritten in den Serien „Marienhof“, „Sturm der Liebe“ und „Traumschiff“.

Im Gespräch mit ANTENNE BAYERN-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein erzählt Maria Höfl-Riesch über ihren Geburtsort Garmisch-Partenkirchen und ihre Verbindung zur Familie Neureuther.

„Ja, wir waren tatsächlich eigentlich fast wie Geschwister, der Felix und ich. Wir haben nur zwei Straßen voneinander entfernt gewohnt”, 

erzählt Maria Höfl-Riesch. Seine kürzlich verstorbene Mutter Rosi Mittermaier habe sie zur damaligen Zeit als ganz bodenständig kennengelernt: 

„Ich habe die Rosi aber nie als Superstar, oder sogar Weltstar, was sie ja war, wahrgenommen, und konnte das natürlich als Kind mit fünf oder sechs Jahren auch noch nicht so einordnen. (…) Sie war immer ganz normal, hat sich eher so ein bisschen im Hintergrund gehalten. Ich habe zu meinen Eltern irgendwann mal gesagt: ‘Warum sind eigentlich Mama und Papa von Felix nie bei den Rennen dabei?’ Und dann haben die gesagt: ‘Naja, weil das ganz Berühmte sind und die wollen vielleicht auch mal ihre Ruhe haben.’ Und da habe ich es dann erst mal so ein bisschen gecheckt. So wirklich realisiert habe ich das dann erst, als ich ein paar Jahre älter wurde.”

Maria Höfl-Riesch habe „an der einen oder anderen Stelle mal gehört”, wie es um den Gesundheitszustand von Rosi Mittermaier steht. 

„Dass es jetzt tatsächlich so schlecht geht, dass es am Ende so wahnsinnig schnell zu Ende geht, das wussten wir jetzt auch nicht. Ich hatte eine leise, dunkle Befürchtung, als der Felix im zweiten Durchgang von dem Slalom in Garmisch dann plötzlich nicht mehr aufgetaucht ist als Co-Kommentator und Experte. Und am nächsten Morgen kam dann eben auch die Meldung, dass sie tatsächlich an diesem Abend verstorben ist. Und ja, auch wenn man vielleicht ein bisschen darüber Bescheid wusste, ist es dann doch in der Endgültigkeit. Und wenn es wirklich passiert, wahnsinnig traurig, ein wahnsinniger Schock und vor allem für die Familie natürlich ein äußerst, äußerst schmerzlicher Verlust und furchtbare, furchtbare Zeit jetzt.”

Vor allem sei Rosi Mittermaier auch menschlich ein großes Vorbild für Maria Höfl-Riesch: 

„Die Rosi war nicht nur sportlich für mich ein Vorbild, sondern vor allem mit ihrer bodenständigen, liebenswerten Art hat sie mich als Mensch sehr beeindruckt. (…) Natürlich sehr, sehr traurig, dass sie so früh von uns gehen musste.” 

Das ANTENNE BAYERN Sonntagsfrühstück mit dem umfassenden Interview mit Maria Höfl-Riesch gibt es als Podcast in voller Länge ab sofort hier zum Nachhören. 

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