Sänger Nino de Angelo im Sonntagsfrühstück

Das Sonntagsfrühstück ist der Personality-Talk auf ANTENNE BAYERN. Wöchentlich frühstückt Katrin Müller-Hohenstein mit interessanten Persönlichkeiten aus Bayern und der ganzen Welt.

Sänger Nino de Angelo zu Gast im Sonntagsfrühstück

Diesmal dabei: Sänger Nino de Angelo

Hör dir hier die aktuelle Folge mit Nino de Angelo an!

Über Nino de Angelo

Am 15.01.2023 begrüßte Katrin Müller-Hohenstein Sänger Nino de Angelo im Sonntagsfrühstück.

1982 brachte Nino seine erste Single auf den Markt. Mitte der 1990er-Jahre ging de Angelo mit Peter Maffay und dem Musical Tabaluga und Lilli auf Tournee, doch dann musste er mehrere Monate Pause einlegen wegen Lymphknotenkrebs.

1997 meldete er sich gesund wieder zurück mit der englischsprachigen Single I Can See the Light zurück, die er in Los Angeles mit dem Team und den Musikern von Michael Jackson aufgenommen hatte.

2005 zog er sich mehr oder weniger aus dem Musikgeschäft zurück, weil er infolge hoher Schulden (1,5 Millionen Euro) Privatinsolvenz anmelden musste.

Danach war er in 25 Folgen der Fernsehserie „Unter uns“ als Michael Winter zu sehen. 2008 sowie 2009 stand Nino de Angelo wieder für Unter uns vor der Kamera, diesmal gemeinsam mit Tochter Louisa Gorgoglione.

2009 erkrankte er an der Immunschwächekrankheit ITP, bei der ihm die Milz entfernt wurde und er sich einer Chemotherapie unterziehen musste.

Im März 2016 musste er sich einer Notoperation am Herzen unterziehen und bekam zwei Bypässe gelegt.

Im Gespräch mit ANTENNE BAYERN-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein erzählt Nino de Angelo auch von den Schattenseiten des Erfolgs. Der damals erst 19 Jahre alte Künstler habe „nur noch die Dollarzeichen gesehen auf dem Konto”. Das sei ein Fehler gewesen: 

„Und das hat mich letztendlich richtig kaputt gemacht. Wenn du wirklich so ein Talent bist und bist dauernd unterfordert. Also das ist genauso, wie wenn du, keine Ahnung, Ronaldo in der Regionalliga spielen lässt, das ist doch kacke.“

Heute würde er einiges anders machen, vor allem sei ihm wichtig, auf seine innere Stimme zu hören: 

„Ich muss ganz ehrlich sagen, alles, was ich mir erarbeitet habe, auch die ganzen Erfolge, die sind alle dadurch gekommen, weil ich den richtigen Weg gegangen bin und auf niemand anderen gehört habe.” 

Dies habe sich durch seine damaligen Berater geändert: 

„Jetzt bestimmen wir, wie der Weg weitergeht. Und das war genau falsch. Ich hätte weiter auf meine innere Stimme hören müssen, obwohl ich die vielleicht auch auf dem Höhepunkt, damals, des Erfolgs und mit so viel Geld und Partys und was weiß ich und falschen Freunden, vielleicht habe ich die auch gar nicht mehr gehört. Die innere Stimme war erstummt und ich habe dann nur noch funktioniert und das gemacht, was meine Berater meinten, dass das Richtige für mich wäre, aber das war falsch. Aber meine damaligen Manager waren entweder zu doof oder zu gierig, haben eigentlich nur Probleme gemacht und die falschen Entscheidungen getroffen und haben den Künstler de Angelo einfach nicht in den Griff bekommen.“

Heute sei von dem Erfolg noch der Name übrig, „der dann halt auch nicht mehr so glänzte, der behaftet war mit Skandalen und so weiter und so fort. Es war alles von da an nicht mehr so einfach. Ich bekam das Image des, wie soll ich sagen, beratungsresistenten Künstlers. Ich habe alles Mögliche versucht“, so der Sänger.

In den vergangenen Jahren hatte de Angelo mit verschiedenen Krankheiten zu kämpfen, die seiner Meinung auch Strafe für die Dinge seien, die er falsch gemacht hatte: 

„Ich sehe es einfach so, wie es ist: Also es ist eine Strafe. Also ich weiß, dass meine Lebenserwartung wahrscheinlich nicht so hoch ist, als wäre ich jetzt gesund durchs Leben gelaufen mein ganzes Leben. Aber wer weiß das schon? Vielleicht gehe ich heute hier aus dem Studio raus und mir fällt ein Ziegel auf den Kopf. Ja, aber dann habe ich mein Leben lang mich am Riemen gerissen, für nichts und wieder nichts. Also mir geht's echt hervorragend. Ich glaube ja, jeder muss sein Leben meistern, irgendwie.“

Sein neues Album „Gesegnet und verflucht”, das im vergangenen Jahr erschienen ist, und das gleichnamige Buch seien dabei Teil seiner Therapie gewesen: 

„Nach vielen Versuchen bei Psychotherapeuten, die teilweise dann das Handtuch geworfen haben bei mir, habe ich angefangen, mich selbst zu therapieren“, 

erzählt Nino de Angelo gegenüber ANTENNE BAYERN. Heute sei er glücklich und sehe der Zukunft positiv entgegen: 

„Ich will nicht Multimillionär werden, ich will einfach nur glücklich sein. Ich träume von einem kleinen bäuerlichen Anwesen in Italien”, 

sagt Nino de Angelo.

Das ANTENNE BAYERN Sonntagsfrühstück mit dem umfassenden Interview mit Nino de Angelo gibt es als Podcast in voller Länge ab sofort hier zum Nachhören. 

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