26.08.2021 | Verkehr & Mobilität Wir machen den Schulweg sicherer! Die besten Tipps zum Schulstart

Der Weg zur Schule kann anfangs eine ziemliche Herausforderung werden. Damit Schüler, Eltern und auch Verkehrsteilnehmer besser gewappnet sind, wollen wir gemeinsam mit dem Bayerischen Innenministerium den Schulweg sicherer machen. Hier kommen die besten Tipps!

Endlich ist es soweit: Die Schule geht wieder los! Insbesondere für Erstklässler ist das eine spannende Zeit. Neue Fächer, viel Neues zu lernen, neue Freunde,... und ein neuer Alltag. Dazu gehört etwa der morgendliche Weg in die Schule. Und das kann am Anfang ganz schön herausfordernd sein - für Schüler UND Eltern.

Damit ihr und eure Kids gewappnet seid, haben wir - gemeinsam mit dem Bayerischen Innenministerium - die besten Tipps für euch zusammengestellt. 

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Schulweg ablaufen

Der erste und wichtigste Tipp ist: Geht mit euren Kindern im Vorhinein den Schulweg mehrmals ab - und zwar bestenfalls unter realen Bedingungen. Am Wochenende ist mutmaßlich weniger los als morgens unter der Woche. Nehmt euch bitte die Zeit, um eure Kids - sprichwörtlich - an die Hand zu nehmen und durch die ersten Schulwege zu führen.

Gefahren besprechen

Besprecht sowohl im Vorhinein als auch bei den ersten gemeinsamen Schulwegen die verschiedenen Gefahren auf dem Schulweg. Guckt euch an, wo mehrspurige Straßen sind, welche Kreuzungen unübersichtlich sind, gibt es tückische Grundstück-Ausfahrten? Viele Unfälle im Straßenverkehr passieren, weil Kindern oft der Überblick fehlt. Daher bietet es sich auch an, die Kids im Vorhinein zu informieren und gegebenenfalls gemeinsam Alternativen zu finden...

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Umwege?

Viele Unfälle mit Kindern passieren deshalb, weil Kids oft zu wenig Überblick haben. So wird das Überqueren einer Straße beispielsweise schnell zur Gefahr, weil Kindern schwer fällt, BEIDE Richtungen im Blick zu behalten. Aber das kann man umgehen - indem man zusammen nicht den schnellsten, sondern sichersten Schulweg sucht. Tipp: Umwege bieten sich oft an, wenn die längere Alternative sicherer ist. Etwa, wenn die Kinder seltener die Fahrbahn überqueren müssen oder der Weg mit Ampeln und  Zebrastreifen versehen ist. Auch Schülerlotsen an Kreuzungen und Co. sind ein gutes Argument, um lieber einen kleinen Umweg einzubauen. 

Übrigens: Von Straßenverkehrsämtern oder der Polizei gibt's oft Schulwegpläne! Perfekt, um den richtigen Schulweg für euren ABC-Schützen zu finden.

"Stichproben"

Ihr wart die ersten paar Male auf dem Schulweg mit dabei? Das ist super! Tipp: Geht doch ab & an trotzdem nochmal mit - auch bei älteren Kids. So verbringt ihr zusätzliche Zeit mit eurem Kind UND könnt gucken, ob sich womöglich das ein oder andere Fehlverhalten eingeschlichen hat. Je öfter der Weg gelaufen ist, desto unachtsamer werden manche Kids. Da kann es helfen, wenn ihr als Eltern bisweilen "stichprobenartig" mal wieder mitgeht.

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Rollentausch

Noch besser als stichprobenartig mal mit auf den Schulweg gehen, ist, einen kleinen Rollentausch mit euren Kids zu machen. SIE sollen mal Eltern spielen und EUCH den Weg zur Schule erklären und welche Gefahren es so gibt. Das macht nicht nur viel Spaß, sondern man lernt auch noch jede Menge dabei.

Richtige Kleidung

Für viele ein vermeintlich alter Hut - dennoch halten sich viele nicht dran: Die richtige Kleidung macht auf dem Schulweg viel aus. Besonders helle Kleidung oder eine knallbunte Jacke wird im Straßenverkehr einfach viel besser von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen als dunkle Farbtöne. Jetzt zum Schulstart ist morgens noch hell, aber der Herbst naht mit schnellen Schritten. Spätestens wenn es morgens dunkler wird, ist helle, auffällig Kleidung für Kids eigentlich Pflicht.

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Richtige Accessoires

Ebenso wichtig wie auffällige Kleidung sind Accessoires für die Kleidung, das Fahrrad, den Schulranzen und Co. Gibt's in verschiedenen Farben und Formen - da ist für jeden was dabei. Ob lustige Reflektoren oder bunte Lichter - Kinder finden's toll und sie sind gleich um ein Vielfaches besser sichtbar.

Weggemeinschaften bilden

Nicht immer gehen ältere Geschwister auf die gleiche Schule. Aber man kann mit anderen Kindern aus der neuen Klasse auch wunderbar Weggemeinschaften bilden. Kommt vielleicht der ein oder andere Mitschüler aus eurer Nachbarschaft? Schließt Kontakte zu anderen Eltern oder fragt euer Kind nach ersten schulischen Kontakten - vielleicht lässt sich eine kleine Weggemeinschaft für den Schulweg bilden?!

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Schulwegtraining mit der Polizei

Ein tolles Angebot, das ihr auf jeden Fall wahrnehmen solltet: Die Polizei trainiert jedes Jahr mit den Schulanfängern, wie sie sich auf ihrem Schulweg verhalten sollen. Hier geht's um alles Wichtige im Straßenverkehr: Wie man sich an Ampeln und Fußgängerüberwegen zu verhalten hat, was man beim Überqueren einer Straße beachten muss und vieles mehr.

Zur Info: Bei diesem Training schult die Polizei jedes Jahr über 100.000 Schulanfänger.

Problem "Elterntaxi"

Viele Eltern haben so große Sorgen vor dem Straßenverkehr, dass sie ihre Kinder lieber gleich persönlich mit dem Auto in die Schule fahren wollen. Aber Vorsicht: Die sogenannten Elterntaxis bergen verschiedene Gefahren. Zum einen müssen Kids irgendwann an die Gefahren im Straßenverkehr herangeführt werden. Bestenfalls lernen sie schon früh, sich im Verkehr allein zurecht zu finden. Wer Kids fährt, nimmt ihnen oft ein Teil dieses wichtigen Lernprozesses. Zum anderen sind Elterntaxis VOR der Schule aber auch ein großes Problem geworden. Na klar, als Elternteil möchte man sein Kind sicher wissen und so nah wie möglich an die Schule fahren. Dieses Auto-Chaos zu Schulbeginn hat aber inzwischen selbst schon für viele Unfälle gesorgt. Viele Autos auf einem Fleck, kaum Übersichtlichkeit, unerprobte Kinder - eine Vielzahl Gefahren auf engstem Raum.

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Tipps für Autofahrer

Die Schulstart-Zeit ist nicht nur für Eltern und ihre Kinder eine Herausforderung, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer. Nur wenn alle aufeinander Acht geben, können wir möglichst sicher in die neue Schulsaison starten. Wenn ihr also Fahrer seid, achtet bitte auf Folgendes:

  • Seid grundsätzlich besonders wachsam im Straßenverkehr unterwegs - besonders an Fußgängerüberwegen, Ampeln & Co.
  • Kinder im Straßenverkehr dürfen nicht unterschätzt werden: Sie können meist weder Distanzen noch Geschwindigkeiten richtig einschätzen. Seht ihr also Kinder nahe der Fahrbahn, drosselt das Tempo und haltet euch jederzeit bremsbereit.
  • Vorsicht auch vor mehreren Kids, die zusammen an der Straße gehen - gerne sind die Kinder übermütig, schubsen sich oder werfen Dinge hin & her... Auch hier sind der Fuß vom Gas und erhöhte Bremsbereitschaft keine Fehler.
  • Vorsicht an Bushaltestellen: Ein Schul- oder Linienbus mit Warnblinklicht sollte nicht überholt werden - und wenn dann nur in Schrittgeschwindigkeit und einem großen Sicherheitsabstand. Es könnten immer Kinder - oder auch andere Fahrgäste - auf die Straße laufen.

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