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Drohbrief mit Munition an jüdische Einrichtung geschickt

In München hat eine jüdische Einrichtung eine schockierende Sendung bekommen. Die Polizei hält sich mit Informationen noch zurück, hat aber zu einem Punkt schon eine klare Einschätzung.

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Menora mit Davidstern David Inderlied/dpa

München (dpa) - Eine jüdische Einrichtung in München hat einen Drohbrief samt Patrone erhalten. Die verdächtige Sendung war am Donnerstag angekommen und vom Sicherheitsdienst der Einrichtung kontrolliert worden, wie das Polizeipräsidium München am Freitag mitteilte. Der Verdacht bestätigte sich: «Im Kuvert befanden sich ein Schreiben mit bedrohlichem Inhalt sowie eine Patrone für Kurzwaffen.» Nun ermittelt das Dezernat für Staatsschutzdelikte.

Um welche Einrichtung es sich genau handelt, wollte eine Sprecherin des Präsidiums nicht bekanntmachen. Allerdings verwies sie darauf, dass sich der Vorfall in der Altstadt ereignete - dort stehen mit dem jüdischen Gemeindezentrum und der Synagoge Ohel Jakob weithin bekannte Orte jüdischen Glaubens in der Landeshauptstadt. 

Auch zu weiteren Hintergründen wie dem konkreten Inhalt des Schreibens oder dem mutmaßlichen Motiv des zunächst unbekannten Absenders hielt sich die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen zurück. In einer Hinsicht gab sie jedoch bereits Entwarnung: «Eine tatsächliche Gefährdung können wir derzeit aufgrund der Ermittlungslage schon ausschließen.»

© dpa-infocom, dpa:260206-930-651636/1