Gasspeicher in Bayern und Österreich aktuell deutlich leerer – Wirtschaftsministerium und Experten sehen Versorgung dennoch gesichert
Die Gasspeicher, die Bayern versorgen, sind aktuell deutlich weniger gefüllt als in den vergangenen Jahren. Besonders betroffen sind die Speicher in Wolfersberg und Haidach. Was das für die Gasversorgung im Freistaat bedeutet und wie Experten die Lage einschätzen, erfahrt ihr hier.
Die Gasspeicher in Bayern sind aktuell deutlich leerer als in den vergangenen Jahren. Trotzdem ist die Versorgung mit Gas im Freistaat nach Einschätzung von Experten und dem bayerischen Wirtschaftsministerium weiterhin gesichert.
Füllstände der wichtigsten Speicher deutlich gesunken
Im Gasspeicher Wolfersberg in Oberbayern sind nur noch vier Prozent der Kapazität gefüllt. Der für Bayern besonders wichtige Gasspeicher Haidach in Österreich liegt bei rund 30 Prozent. Ein Grund für die niedrigen Füllstände ist die kalte Witterung der letzten Wochen. Bereits im Herbst waren die Speicher weniger gefüllt als im Vorjahr.
Versorgungssicherheit trotz niedriger Füllstände
Das bayerische Wirtschaftsministerium sieht aktuell keinen Grund zur Sorge, dass das Gas ausgehen könnte. Ein wichtiger Faktor sind die LNG-Terminals für Flüssiggas, die mittlerweile zusätzliche Mengen bereitstellen. Auch Kerstin Andreae, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, betont, dass die Versorgung in diesem Winter grundsätzlich gesichert ist. Auf dem globalen Markt sind derzeit ausreichend Gasmengen verfügbar.
Herausforderungen für die kommenden Jahre
Experten fordern, dass die Speicher rechtzeitig und ausreichend vor dem nächsten Winter befüllt werden. Dafür müsse die Bundesregierung die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Eine strategische Gasspeicherreserve könne helfen, Krisenfälle und unvorhersehbare Extremereignisse abzusichern. Wichtig sei, dass diese Reserve nur im Notfall eingesetzt wird, um Marktverzerrungen zu vermeiden.
Politische Diskussion um bessere Vorsorge
Auch die Opposition im Bundestag fordert mehr Vorsorge und hat Wirtschaftsministerin Reiche in den zuständigen Ausschuss geladen. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken und Risiken durch geopolitische Entwicklungen zu minimieren.
Fazit: Versorgung aktuell gesichert, aber langfristige Planung nötig
Obwohl die Gasspeicher in Bayern aktuell weniger gefüllt sind, ist die Versorgung im Moment gesichert. Für die Zukunft fordern Experten und Politik jedoch klare Regeln und eine bessere Vorbereitung, um auch bei extremen Wetterlagen und geopolitischen Unsicherheiten handlungsfähig zu bleiben.