Knorr-Bremse trotz der Krise mit steigendem Gewinn
Einsparungen und ein gutes Zuggeschäft sorgten dafür, dass dem Münchner Hersteller von Bremsanlagen am Ende mehr Geld blieb. 2026 will er wieder wachsen.
München (dpa/lby) - Knorr-Bremse hat im vergangenen Jahr der allgemeinen Industriekrise getrotzt und mehr verdient. Der Gewinn des Münchner Herstellers von Bremsanlagen für Züge und Lastwagen stieg um 20 Prozent auf 574 Millionen Euro, obwohl der Umsatz minimal auf 7,8 Milliarden sank, wie das Unternehmen mitteilte. Vor allem das Zug-Geschäft lief gut, zudem macht sich ein Sparprogramm sukzessive bezahlt.
Im laufenden Jahr will Knorr-Bremse nun wieder wachsen. Der Umsatz soll auf 8 bis 8,3 Milliarden Euro steigen, die Profitabilität leicht zulegen. Dabei dürfte auch helfen, dass der Auftragseingang vergangenes Jahr auf 8,4 Milliarden Euro stieg.
Innerhalb des Unternehmens zeigt sich eine klare Zweiteilung: Während es im Eisenbahn-Bereich stabil aufwärtsgeht, leidet das Geschäft mit Lkw seit einiger Zeit. Die beiden Branchen haben sich zuletzt unterschiedlich entwickelt, das schlägt auf Knorr-Bremse als wichtigen Zulieferer durch.
Unternehmenschef Marc Llistosella sieht das Unternehmen auf Erfolgskurs. «Über die Quartale hinweg haben wir unsere Resilienz kontinuierlich gestärkt – insbesondere das vierte Quartal war außerordentlich stark», sagt er. Finanzchef Frank Weber sieht «die konsequente Kosten‑ und Portfoliooptimierung» als Basis der Entwicklung. «Die Senkung der Fixkosten ist hierbei zentral.» Zudem optimiert Knorr-Bremse weiter sein Portfolio, trennt sich also von einzelnen Bereichen und kauft in anderen zu.