Münchner Sicherheitskonferenz: Diverseste US-Delegation aller Zeiten und globale Krisen im Mittelpunkt – Friedensnobelpreisträgerin Machado digital dabei
Die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt am Freitag und bringt hochkarätige Gäste aus aller Welt nach Bayern. In diesem Jahr steht die diverseste US-Delegation aller Zeiten im Mittelpunkt. Auch globale Krisen werden intensiv diskutiert. Alle Informationen dazu lest ihr hier.
Die Münchner Sicherheitskonferenz startet am Freitag und bringt zahlreiche internationale Gäste nach Bayern. Die Organisatoren erwarten 200 Regierungsmitglieder aus 120 Ländern. Im Mittelpunkt stehen die größten Krisen der Welt sowie eine besonders vielfältige US-Delegation.
Diverseste US-Delegation aller Zeiten in München
Laut Benedikt Franke, CEO der Münchner Sicherheitskonferenz, nimmt die US-Delegation in diesem Jahr eine besondere Rolle ein. „Wir haben auch versucht auf der substaatlichen Ebene einzuladen, wenn es auf der föderalen Ebene hier und da etwas schwierig ist. Wir haben Bürgermeister eingeladen, ebenso Universitätspräsidenten aus den USA als wichtige Multiplikatoren. Dementsprechend ist es nicht nur zahlenmäßig die größte US-Delegation, es ist auch die bei weitem Abstand diverseste“, so Franke im Interview mit ANTENNE BAYERN. Die Delegation wird von Außenminister Rubio angeführt, begleitet von zahlreichen Kongressmitgliedern und Gouverneuren.
Globale Krisen und internationale Zusammenarbeit im Fokus
Im Programm der Konferenz stehen die großen Krisen der Welt im Mittelpunkt.
Auch Südamerika wird eine wichtige Rolle spielen. Franke betont, dass sich Deutschland und Europa lange Zeit zu wenig mit der westlichen Hemisphäre beschäftigt haben. Nun rücken Themen wie die Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität und der Schutz des Regenwaldes stärker in den Vordergrund. Zu den Gästen zählen der kolumbianische Präsident Gustavo Petro sowie die Außenminister aus Argentinien, Ecuador und Peru. Eine digitale Zuschaltung der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist ebenfalls geplant.
Transatlantische Beziehungen weiterhin wichtig
Franke sieht das transatlantische Verhältnis weiterhin als zentral an: „Ich glaube, wir sind noch Partner und ich glaube, wir sind auch noch Freunde.“ Trotz innen- und außenpolitischer Herausforderungen in den USA betont er die Bedeutung der transatlantischen Freundschaft und die Notwendigkeit, deren Mehrwert weiter zu vermitteln.
Skurrile Wünsche hinter den Kulissen
Neben den politischen Themen gibt es bei der Münchner Sicherheitskonferenz auch immer wieder besondere Herausforderungen im Hintergrund. Franke berichtet von außergewöhnlichen Wünschen der Gäste und lobt sein Team für den professionellen Umgang damit. „Ich scherze immer, dass ich irgendwann mal ein Buch über diese Sonderwünsche schreibe“, verrät Franke. "Wir hatten schon mal Leute, die haben sich Schnee auf dem Fensterbrett gewünscht, bei 12 Grad draußen. Dann muss irgendjemand Schnee besorgen."