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Polizei warnt: Betrüger nutzen Namen von Trading-Plattform

Täuschend echte E-Mails oder alarmierende SMS: Kriminelle nutzen die Verunsicherung von Anlegern gezielt aus. In Mittelfranken ist der Schaden bereits enorm.

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App von Trade Republic Christoph Dernbach/dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Mit täuschend echten E-Mails, SMS und Telefonanrufen bringen Betrüger derzeit Anleger in Mittelfranken um ihr Geld - der Schaden geht laut Polizei bereits in die Hunderttausende. Betroffen seien Nutzer der Trading-Plattform Trade Republic, deren Vertrauen die Betrüger mit Hilfe des Namens erschleichen wollten, teilte die Polizei mit. Sechsmal seien die Täter zuletzt erfolgreich gewesen, die Beamten ermittelten in den bekannten Fällen.

In den vergangenen Wochen sollen die Täter E-Mails versendet und Empfänger dazu aufgefordert haben, über Links Dokumente hochzuladen oder persönliche Daten und Passwörter einzugeben. In weiteren Fällen erhielten Kunden SMS mit angeblichen Warnhinweisen zu Zahlungsaufforderungen oder gehackten Konten. 

Polizei: Plattform warnt Kunden inzwischen auch selbst

Um das Guthaben zu sichern, sollen Kunden es auf ein vermeintlich sicheres Wallet, eine Art digitalen Geldbeutel, übertragen, so die Polizei. Teilweise führten die Betrüger auch mehrstündige Telefonate mit ihren Opfern und begleiteten sie bei der Überweisung. Nach dem Geldtransfer sollte das Guthaben weitergeleitet werden und war für Kunden nicht mehr verfügbar. 

Trade Republic warnt seine Kunden demnach inzwischen vor der Masche. Das Unternehmen erklärte, dass SMS ausschließlich mit einmaligen Log-in-Codes versendet werden. Es werde niemand aufgefordert, Links anzuklicken, Telefonnummern anzurufen oder Guthaben in andere Wallets zu verschieben.

© dpa-infocom, dpa:260120-930-570624/1