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Verzögerung bei «Säntis»-Bergung - Zeitplan steht aber noch

Noch liegt die «Säntis» auf dem Grund des Bodensees. Doch ein Verein will das alte Dampfschiff am 17. April aus der Tiefe bergen. Der Präsident hält an dem Zeitplan fest.

Dampfschiff Säntis Schiffsbergeverein/Schiffsbergeverein/dpa

Romanshorn (dpa) - Schlechte Wetterbedingungen, krankheitsbedingte Ausfälle von Helfern und technische Probleme haben für ein paar kleinere Verzögerungen im Zeitplan der Bergung des rund 130 Jahren alten Dampfschiffs «Säntis» gesorgt. «Wir können jedoch den Zeitplan für den 17. April noch einhalten», erklärte der Präsident des Schiffsbergvereins, Silvan Paganini. Die bis Ende März geplante Bergung des Wracks von 210 Metern Tiefe auf zwölf Meter Tiefe habe sich ein wenig verzögert.

In der vergangenen Woche sei intensiv daran gearbeitet worden, Leinen unter das Wrack zu spülen. «Wir haben bereits eine Länge von 10,5 Metern erreicht und sind fast durch, jedoch stellt uns das letzte Stück vor besondere Herausforderungen», sagte Paganini. Eine stärkere Pumpe sei besorgt worden.

Bei den Arbeiten sei neben den ganzen Herausforderungen auch fast ein Tauchroboter verloren gegangen. «Ein Vorfall, der verdeutlicht, dass bei diesem Low-Budget-Projekt jederzeit unvorhergesehene Ereignisse auftreten können, welche das gesamte Vorhaben gefährden», so Paganini. Trotzdem sei das Team zuversichtlich.

Mitte April sollen laut dem Zeitplan Hebesäcke am Kielbereich des Dampfers angebracht werden. Am 17. April ist dann die Bergung an die Oberfläche geplant. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wollen es die Organisatoren einen Tag später probieren.

Die «Säntis» war im Mai 1933 nicht mehr fahrtauglich und in der Seemitte zwischen Romanshorn auf Schweizer und Langenargen auf deutscher Seite versenkt worden. Eine Verschrottung wurde damals als zu teuer verworfen. Das 48 Meter lange Schiff war seit 1892 auf dem Bodensee unterwegs. Es konnte 400 Passagiere befördern.

Der Verein will es als historisches Monument für die Bodenseeschifffahrt präsentieren. Finanziert wird die Mission über ein Crowdfunding. Es sei eine weltweit einzigartige Bergungsmission, heißt es vom Verein.

© dpa-infocom, dpa:240402-99-533536/2

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