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Der «den Ball küsst»: Wirtz zaubert vor seinen Eltern

Ein Spieler macht beim erfolgreichen Sieben-Tore-Test in der Schweiz den Unterschied. Florian Wirtz bereitet in seinem besten Länderspiel erst zwei Tore vor und trifft dann selbst doppelt.

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Schweiz - Deutschland Christian Charisius/dpa

Basel (dpa) - Florian Wirtz musste bei der Einordnung seiner Fußball-Gala mit Doppelpack und doppelter Torvorlage nicht lange nachdenken. «Ja, das würde ich schon unterschreiben», antwortete der Offensivstar des FC Liverpool auf die Frage, ob das 38. Länderspiel sein bislang Bestes gewesen sei. 

«Ich glaube, vier Scorer sind mir noch nie in einem Spiel gelungen. Deswegen ist das ganz einfach zu beantworten», erklärte der 22-Jährige nach dem 4:3 (2:2) gegen die Schweiz. 

Und es erfüllte den Offensivspieler des FC Liverpool mit besonderer Freude, dass sein Vater und seine Mutter seinen persönlichen Traumstart ins WM-Jahr im Basler St. Jakob-Park live miterlebten. «Es ist natürlich schön, wenn deine Eltern dabei sind bei so einem Spiel und das zusammen mit dir erleben», sagte der Mann des Abends. 

Los ging die Wirtz-Show mit der präzisen Flanke auf den Kopf von Jonathan Tah beim 1:1. Serge Gnabry erzielte nach einem Traumpass von Wirtz das 2:2. Der Kunstschuss zum 3:2 war dann der Höhepunkt. «Es war ein schönes Tor. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich wollte den genauso reinmachen. Dass der Ball so eingeschlagen ist, ist top», sagte Wirtz. Beim 4:3-Siegtor traf er dann in der 85. Minute mit ganz viel Gefühl im rechten Fuß präzise in den Winkel: «In den wichtigen Momenten muss es klappen - heute war es da.» 

Lob von Nagelsmann, Völler und den Kollegen 

Es waren seine Länderspieltore neun und zehn. Und sein zweiter Doppelpack nach der Premiere beim 7:0 gegen Bosnien-Herzegowina im November 2024. «Er ist außergewöhnlich. Und es waren außergewöhnliche Tore», lobte Julian Nagelsmann. Für den Bundestrainer ist Wirtz «schon ein Weltfußballer».

Sportdirektor Rudi Völler eilte nach dem Schlusspfiff von der Tribüne auf den Rasen und nahm Wirtz am Spielfeldrand mit einem Lächeln in den Arm. Später schwärmte der Weltmeister von 1990 in den Katakomben von dem Ausnahmefußballer «mit dem Zauber-Füßchen».

Auch die Teamkollegen rühmten den Matchwinner. «Es ist immer wieder faszinierend, was er zaubert auf dem Spielfeld», sagte Bayern-Profi Tah. 2024 waren Wirtz und er mit Bayer Leverkusen Meister und Pokalsieger geworden. Pascal Groß beschrieb die Wirtz-Gala so: «Flo küsst den Ball. Wir können uns glücklich schätzen, so einen Spieler in unserer Mannschaft zu haben.»

© dpa-infocom, dpa:260328-930-878337/1