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Super Bowl LVIII in Las Vegas: Favoriten, Kosten und Chancen

In der Nacht zu Montag ermittelt die NFL zum 58. Mal einen Champion im Super Bowl - erstmals in Las Vegas. In der Glücksspielmetropole ist der Titelverteidiger nicht Favorit.

Allegiant Stadium Gregory Bull/AP/dpa

Las Vegas (dpa) - Die Kansas City Chiefs spielen in der Nacht zu Montag (0.30 Uhr MEZ/RTL und DAZN) gegen die San Francisco 49ers um den Super Bowl der NFL. Die Chiefs haben die Chance zur Titelverteidigung und den dritten Triumph binnen fünf Jahren, die 49ers könnten mit dem sechsten Sieg den NFL-Rekord einstellen und mit den Pittsburgh Steelers und den New England Patriots gleichziehen. 

Die Ausgangslage

Die Chiefs sind Titelverteidiger, die 49ers der Favorit. Seit sich beide Mannschaften vor zwei Wochen für den Super Bowl qualifizierten, waren die 49ers bei den Buchmachern durchgehend die Mannschaft mit der größeren Siegchance. Kansas City war während der Hauptrunde oft deutlich schwächer als in den vergangenen Jahren, überzeugte in den Playoffs allerdings durch souveräne Siege gegen die Miami Dolphins, die Buffalo Bills und die Baltimore Ravens. Die 49ers mussten in den Playoffs die Green Bay Packers und die Detroit Lions aus dem Weg räumen und zeigten nach großem Rückstand gegen die Lions, dass sie auch Comeback-Qualitäten haben. Für die 49ers ist es zudem die Chance auf Revanche: Vor vier Jahren in Miami unterlag das Team im Super Bowl den Chiefs 20:31. 

Stärken und Schwächen

Sowohl die Chiefs wie auch die 49ers haben in dieser Saison eine starke Abwehr und Ausnahmekönner im Angriff. Während bei den Chiefs vor allem Quarterback Patrick Mahomes und Tight End Travis Kelce - der Freund von Pop-Superstar Taylor Swift - im Fokus stehen, verteilen sich die Erwartungen bei den 49ers auf mehr Schultern. Quarterback Brock Purdy ist ein Meister darin, die Offensive am Laufen zu halten und seine Mitspieler Christian McCaffrey, George Kittle, Deebo Samuel oder Brandon Aiyuk in Szene zu setzen. «Obwohl beide Defenses relativ stark sind denke ich, es wird ein bisschen ein Shootout. Ich denke beide Offenses werden sehr explosiv sein und wir werden viele Punkte sehen», sagte Ex-Profi Mark Nzeocha der dpa. Der Franke stand vor vier Jahren noch selbst für die 49ers auf dem Platz. 

Das Drumherum

Eine der großen Fragen vor dem Super Bowl hatte mit dem Sport gar nichts zu tun: Kommt Taylor Swift? Die Sängerin ist seit einigen Monaten mit Travis Kelce von den Kansas City Chiefs liiert und war in dieser Saison schon oft im Stadion beim Jubeln zu beobachten. Noch am Samstagabend spielte sie allerdings ein Konzert in Tokio. Logistisch machbar ist die Anreise mit dem Privatjet, und selbst der japanische Botschafter in den USA versicherte, Swift werde rechtzeitig zum Spiel in Las Vegas sein. Bestätigt war ihr Besuch im Stadion allerdings auch am Tag vor dem Super Bowl noch nicht, Kelce hielt sich die ganze Woche über bedeckt. 

Wäre das Thema Swift nicht so groß, stünde Usher als Musiker wohl deutlich mehr im Mittelpunkt. Der R&B-Sänger tritt in der Halbzeitshow auf und versprach im Vorfeld eine außergewöhnliche Show - inklusive Rollschuhlaufen. Über Gast-Auftritte weiterer Stars wurde spekuliert, aber nichts bestätigt. 

Die Kosten

Die NFL verkaufte die günstigsten Tickets für Super Bowl LVIII an Gewinner eines Lotterie-Systems für etwa 2000 US-Dollar (ca. 1850 Euro), am Tag vor dem Spiel gingen Tickets bei Online-Händlern auf dem Zweitmarkt nach Angaben von US-Medien durchschnittlich für 8600 US-Dollar (ca. 7970 Euro) und in der Spitze für 45.000 US-Dollar (41.700 Euro) weg. Ein Hotelzimmer von Samstag auf Sonntag kostete im Schnitt demnach 750 US-Dollar (695 US-Dollar). Für eine Dose Bier im Stadion sollen zwischen 14 und 18 US-Dollar (13,00 bis 17,60 Euro) fällig werden, ein Stück Pizza wird mit 14 US-Dollar (13 Euro) veranschlagt. 

© dpa-infocom, dpa:240211-99-947457/2

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