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Sturmböen und Gewitter: Bahnverkehr eingeschränkt

Ein Unwetter fegt am Abend über Deutschland hinweg, sorgt in einigen Regionen für Sachschäden. Eine Fußgängerin wird in Bottrop verletzt, als ein Baum auf sie fällt. Auch der Bahnverkehr ist betroffen.

Gewitter und Sonne im Süden Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Offenbach (dpa) - Nach dem vielerorts sonnigen Wochenende müssen sich die Menschen am Abend auf stürmisches Wetter einstellen. Der Deutsche Wetterdienst sagte für den Nachmittag und Abend vermehrte Sturmböen, vereinzelt auch schwere Sturmböen voraus, wie er in Offenbach mitteilte. Zudem könne es vor allem im Westen und Nordwesten, später aber auch in der Mitte und im Osten einzelne kurze Gewitter mit Graupel und Sturmböen geben.

«Heute Nachmittag greift die Kaltfront eines von Schottland nach Süddänemark ziehenden Tiefs von Westen her auf Deutschland über und leitet einen unbeständigen und kühlen Witterungsabschnitt ein», hieß es vom Wetterdienst am Montag. Nach dem Abzug der Kaltfront solle der Wind aber rasch und deutlich abnehmen.

Folgen bei der Bahn

Wegen des Unwetters ist der Zug-Fernverkehr in der Mitte Deutschlands beeinträchtigt. «Einzelne Strecken sind gesperrt und es kommt zu Umleitungen mit Verspätungen», teilte die Deutsche Bahn mit. Ein dpa-Reporter berichtete, am Frankfurter Hauptbahnhof rolle kein Zug mehr. Unwetterschäden gibt es laut Bahn im Raum Würzburg Hauptbahnhof.

Von den Beeinträchtigungen betroffen sind Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. So würden die ICE-Züge zwischen Hanau und Gießen umgeleitet, ebenso die ICE zwischen Göttingen und Kassel, teilte die Bahn mit.

ICE-Züge zwischen Koblenz und Bonn werden umgeleitet und verspäten sich um etwa 15 Minuten. Die Halte Bonn, Remagen und Andernach entfallen. Ersatzhalt in Bonn-Beuel.

ICE-Züge zwischen Hamm und Münster werden umgeleitet und verspäten sich um etwa 15 Minuten. Der Halt Hamm (W) entfällt.

Schäden an Stromleitungen

Mancherorts sind auch etwa Autos sowie Strom- und Telefonleitungen beschädigt worden. Vereinzelt stürzten auch Bäume oder wurden Dächer abgedeckt.

In Bottrop wurde eine 19-Jährige auf dem Heimweg von der Arbeit von einem umfallenden Baum verletzt. Dieser sei unvermittelt auf den Gehweg gestürzt und habe die Passantin unter sich begraben, teilte die Feuerwehr mit. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst stellte sich heraus, dass die Beine der jungen Frau unter dem Baumstamm eingeklemmt waren. Dieser wurde per Motorkettensäge geteilt. Da schwerwiegende Verletzungen bei der 19-Jährigen nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, wie es hieß.

Im Rhein-Neckar-Raum rückten Polizei und Feuerwehr zu einer Vielzahl von Einsätzen aus, wie das Polizeipräsidium Mannheim am Abend mitteilte. Der entstandene Sachschaden lasse sich noch nicht beziffern, hieß es. In Hessen hatten die Feuerwehren Dutzende Einsätze aufgrund von Sturmböen.

In Rheinland-Pfalz meldete das Polizeipräsidium Koblenz für seine Region zehn Pkw, die durch herabstürzende Bäume oder andere Gegenstände beschädigt worden seien. Auch Strom- und Telefonleitungen wurden demnach durch umstürzende Bäume in Mitleidenschaft gezogen. «Die Unterbrechungen waren nur von kurzer Dauer», hieß es aus Koblenz.

Auch morgen bleibt es zunächst ungemütlich: Ab Mitternacht soll es örtlich Dauerregen geben, im Süden sei laut Wetterdienst oberhalb von 1000 Metern sogar mit leichtem Schneefall zu rechnen. Am Dienstagmorgen kann es den Angaben zufolge oberhalb von 800 Metern örtlich glatt werden. Die Höchstwerte liegen zwischen sieben und dreizehn Grad.

© dpa-infocom, dpa:240415-99-684990/5

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