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Erziehung: Diese Sprüche sollten Kinder nicht von ihren Eltern zu hören bekommen

Manche Sprüche sind von Eltern schnell daher gesagt, ohne, dass sie dabei auf ihr Kind Rücksicht nehmen und sich überlegt haben, was es in ihm anrichten könnte. Welche Sprüche das sein können und welche Folgen sie haben, erfahrt ihr hier.

Erziehung Erziehung Foto: Prostock-studio/ Adobe Stock

Eltern sind die prägenden Figuren im Leben eines Kindes, und ihre Worte können tiefe Spuren hinterlassen. Bestimmte scheinbar harmlose oder beiläufige Äußerungen können jedoch langfristige Auswirkungen auf die emotionale und psychische Entwicklung ihrer Kinder haben.

Sprüche, die vermieden werden sollten

Laut dem Magazin "Eltern" können folgende gedankenlose Sprüche beim Kind negativ aufgefasst werden:
  • "Es fällt ihm schon schwer Kontakt zu anderen Kindern zu finden."
  • "Manchmal könnte man meinen, er sei adoptiert."
  • "Frisur kann man das bei ihr nicht nennen."
  • "Wenn er das erste Kind gewesen wäre, hätten wir kein Zweites bekommen."
  • "Das wird noch ein Riesenspaß mit der in der Pubertät!"
  • "Schau dir mal diesen überdimensionalen Kopf an, da passt die Mütze niemals drauf!"
  • "Sie war ein Schreibaby und auch jetzt ist sie noch die Anstrengende von den beiden!"
  • "Seine Mutter ist frisch verliebt, da wird sie ihn wahrscheinlich wieder öfter zu mir abschieben..."
  • "Die Mühe mach ich mir bestimmt nicht mehr! Die isst ja eh nichts!"
  • "Er traut sich aber auch gar nichts!"
  • "In der Kindergartengruppe ist er der Einzige, der noch Windeln braucht..."
  • "Neulich waren wir beim Zahnarzt - meine Güte hat er ein Theater gemacht!"
  • "Da kommt sie ganz nach dem Onkel, der hat auch so früh eine Brille gebraucht."
  • "In diese engen Hosen vom Laden xy passt sie einfach nicht rein!"
  • "Was waren wir von der Großen verwöhnt - so ein Theater wie jetzt kannten wir gar nicht!"

Das sind die Folgen

Geringes Selbstwertgefühl

Äußerungen, die das Gefühl der Einzigartigkeit eines Kindes infrage stellen, können zu einem geringen Selbstwertgefühl führen. Das erste Beispiel, das die Präferenz für ein anderes hypothetisches Kind ausdrückt, kann dem betroffenen Kind das Gefühl vermitteln, weniger geliebt oder geschätzt zu werden.

Essstörungen und Körperbildprobleme

Aussagen wie ""Die Mühe mach ich mir bestimmt nicht mehr! Die isst ja eh nichts!"" bergen das Risiko, dass Kinder ein negatives Verhältnis zum Essen entwickeln. Dies kann zu Essstörungen und einem gestörten Körperbild führen, da Kinder möglicherweise denken, dass ihre Essgewohnheiten nicht geschätzt werden.

Beeinträchtigte Eltern-Kind-Beziehung

Gedankenlose Sprüche können das Vertrauen zwischen Eltern und Kindern beeinträchtigen. Die Kinder könnten sich unverstanden oder zurückgewiesen fühlen, was zu Spannungen und einer distanzierten Beziehung führen kann.

Übernahme von Selbstkritik

Kinder neigen dazu, das Verhalten ihrer Eltern sich anzueignen. Wenn sie wiederholt negative Äußerungen über sich selbst hören, könnten sie diese Überzeugungen übernehmen und beginnen, sich selbst kritisch zu sehen.

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