18.10.2021 | Familie & Kinder Tipps & Methoden: Was tun, wenn einen das Kind zur Weißglut treibt?

Alle Eltern kennen das: Mit Kindern wird es daheim auch mal laut und zu viel Temperament kann Mama und Papa manchmal zur Weißglut treiben. Wir haben für euch hilfreiche Methoden, um genau solchen Momenten vorzubeugen und die Ruhe zu bewahren.

Foto: Adobe Stock / famveldman

Kochen, Wäsche waschen, im Homeoffice arbeiten... Treiben einen die Kinder dann nebenher noch zur Weißglut, wird es allen Eltern mal zu viel. 

Wir haben hier hilfreiche Methoden für euch, wie ihr in solchen Momenten die Ruhe bewahrt.

Vorbeugende Maßnahmen:
  • Hinterfragt die Situation: Wann geratet ihr mit dem Kind aneinander? Gibt es hier vielleicht ein Muster? Ein Beispiel wäre etwa: immer vor dem Schlafen gehen. Sobald ihr die Regel herausgefunden habt, könnt ihr am Ursprung arbeiten.
  • Macht euch euer eigenes Bild von eurem Kind bewusst! Wie seht ihr es? Empfindet ihr euer Kind als anstrengend? Ist das so, kann das auch auf euer Kind übertragen werden und es wird sich immer mehr so verhalten, wie ihr es seht.
  • Versucht, euren persönlichen Stress zu reduzieren.
Wenn die Stresssituation mit dem Kind dann aber da ist...

...gibt es einige Tipps und Tricks, wie ihr mit der Situation umgehen könnt. Das sind einige der empfehlenswertesten Methoden:

Abstand suchen

Geht einfach kurz weg - am besten in einen anderen Raum und atmet ein paar Mal tief ein und aus. Das beruhigt das Nervensystem.

Raus an die frische Luft

Wenn möglich, lasst das Kind kurz bei einer anderen Aufsichtsperson. Falls das nicht möglich ist, setzt es in den Kinderwagen und dann raus ins Freie. Spaziert wirklich so lange, bis ihr wieder beruhigt seid. 

Nutzt die Wut

Wut lässt sich auch optimal in Kraft umwandeln. Wenn ihr stinksauer seid, versucht die ganze Energie in Arbeit umzuwandeln und erledigt vielleicht Dinge, die gerade anstehen - ob Betten machen, Holz stapeln, Wäsche waschen, Spülmaschine ausräumen, Staubsaugen, etc. So könnt ihr die Wut sinnvoll loswerden.

Einfach mal rauslassen

Schnappt euch alte Zeitungen oder Telefonbücher und reißt die Seiten raus. Ganz kräftig, um so die Wut zu mindern. Wenn ihr möchtet und das Kind nicht direkt nebenan ist, flucht und schreit auch gerne mal. Lasst alles raus!

An etwas Schönes denken

Sobald ihr Wut in euch bemerkt, kurz durchatmen und an ein schönes Erlebnis denken - der letzte Urlaub oder die letzte tolle Unternehmung. Stellt sie euch nochmal in eurem Kopf vor und erlebt den Moment quasi erneut.

Holt euch eine zweite Meinung

Tauscht euch gerne mit anderen aus. Dritte können die Situation oftmals objektiver betrachten und einen runterbringen. Ruft mal eben eine Freundin oder einen Freund an, sprecht über das, was passiert ist - und dann aber auch über andere Dinge, um Stress abzubauen. 

Versucht zu lächeln

Lachen ist wirklich die beste Medizin. Es befreit, entspannt und macht glücklich. Sobald ihr also in einer stressigen Situation mit euren Kindern seid, strahlt so glücklich ihr könnt, denkt an etwas Schönes und lächelt. Dabei werden Stresshormone abgebaut, denn das Gehirn weiß nicht, dass ihr es gerade austrickst. 

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