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Generation Z in der Arbeitswelt: Was will sie wirklich?

Wie denken Arbeitnehmer über Leistung, Gehalt und Arbeitswerte? Wir haben es für euch herausgefunden.

Hände Lifestyle Foto: Sansert/Adobe Stock

Die Frage nach dem Wert der Arbeit bewegt viele Menschen in Deutschland und weltweit. Ist Generation Z wirklich faul und wie hat sich die Arbeitsmoral geändert?

Vorurteile über die Gen Z

Die Generation Z, definiert als die Geburtsjahre zwischen 1995 und 2010, steht häufig im Zentrum vieler Vorurteile: Sie sei faul, wolle nicht arbeiten und lege mehr Wert auf das „Life“ in der Work-Life-Balance. Doch Simon Schnetzer, Autor und Leiter der Trendstudie „Jugend in Deutschland 2023“, widerspricht diesen Annahmen, berichtet watson.

Generationenvergleich in der Trendstudie

Die Trendstudie, die seit 2010 erhoben wird, umfasste dieses Jahr nicht nur die Altersgruppe 14 bis 29 Jahre, sondern auch die Altersgruppen 30 bis 49 Jahre (Millennials) und 50 bis 69 Jahre. Trotz der gängigen Vorurteile zeigen die Ergebnisse, dass es keinen wirklichen Generationenkonflikt gibt. Vielmehr bestehe ein Unverständnis gegenüber den Erwartungen und Wünschen der anderen Generationen. Schnetzer betonte, dass die Wertorientierung der Gen Z in vielen Aspekten traditionell und konventionell sei und ähnlich wie die der älteren Generationen.

Die größten Sorgen der Jugend

Die größten Sorgen der 14- bis 29-Jährigen spiegeln aktuelle globale Herausforderungen wider: 

  • An erster Stelle steht die Inflation (63 %), 
  • gefolgt von der Angst vor dem Krieg in Europa (59 %), 
  • dem Klimawandel (53 %),
  • einer drohenden Wirtschaftskrise (45 %)
  • und der Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. 

Belastungen und psychische Gesundheit

Jugendforscher Klaus Hurrelmann fügte hinzu, dass die Lebensplanung heute komplexer sei und die Angst vor der wirtschaftlichen Zukunft bei der Gen Z stärker ausgeprägt sei als bei den Älteren. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie hätten zudem psychische Narben hinterlassen. Fast die Hälfte aller Befragten gaben an, unter Stress zu leiden, im Vergleich zu nur 20 Prozent der älteren Generation zwischen 50 und 69 Jahren.

Warum die Jugend nicht als faul angesehen werden sollte

Doch woher rührt der Mythos, die Jugend wolle nicht arbeiten? Schnetzer erklärte, dass die ältere Generation eine Work-Life-Balance und Feedback genauso schätze, aber die Gen Z diese stärker einfordere. Die Forderung nach einer Vier-Tage-Woche wird oft der Gen Z zugeschrieben, obwohl auch Ältere dies befürworten. Die junge Generation möchte einfach anders arbeiten – sie strebt danach, etwas zu bewirken und eigenverantwortlich zu handeln, wie die Abiturientin Nour Idelbi in der Medienrunde betonte.

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