15.09.2022 | Lifestyle Wie und warum ihr mehr Zeit mit euren Freunden verbringen solltet

Zusammen ins Kino gehen oder entspannt kochen. Freunde sind für uns alle wichtig, egal ob wir sie schon aus der Kinderkrippe kennen oder erst seit ein paar Monaten. Doch welche positiven Auswirkungen haben Freundschaften auf unser Leben? Das haben wir für euch zusammengefasst.

Foto: Dim Hou/unplash

Alle Menschen brauchen Freunde. Was Aristoteles schon vor mehr als 2000 Jahren niederschrieb, erfahren Menschen auch noch heute. Neben der Familie gehören Freunde zu den wichtigsten Bezugspersonen für jeden von uns. Einer Studie zufolge steigert ein fester Freundeskreis nämlich nicht nur eure Laune, sondern sogar eure Überlebenschance um 50 Prozent.

Lebenserwartung steigt - mehrere Gründe dafür

Lachen macht uns Menschen glücklich

Lachen macht glücklich - und mit wem tun wir das lieber als mit unseren Freunden? Freunde unterstützen uns, helfen in schwierigen Situationen und sind immer für einen Spaß zu haben. Dadurch werden oftmals auch optimistischer, was das Leben laut einer Studie ebenfalls verlängert.

Freundschaften steigern Zufriedenheit

Mit Freunden sieht meist die Welt besser aus und sind nicht einsam, was sich auch positiv auf das eigene Leben auswirkt. Im Jahr 2018 wurde eine Studie veröffentlicht, welche einen Zusammenhang zwischen vorhandenen Freundschaften und der eigenen Zufriedenheit im Leben bewies. Durch Freundschaften senkt sich der Stresspegel, da wir uns beispielsweise Freunden anvertrauen können. 

Aktivität verlängert das Leben

Ob gemeinsam Sport machen oder Kinobesuche und Urlaube - wir sind oft begeistert von den Ideen unserer Freunde und auch Studien zeigen, dass Menschen, die mehr mit ihren Freunden unternehmen, oft physisch aktiver sind. Und zusammen macht alles gleich doppelt so viel Spaß.

Isolation verschlechtert Immunsystem

Mit Freunden seid ihr sogar weniger krankheitsanfällig, denn wenn wir uns selbst isolieren und uns von der Außenwelt abschirmen, kann das zu chronischen Krankheiten führen. Denn soziale Isolation ist in vielen Hinsichten schlecht für unser Immunsystem, was die Forschung auch bestätigt. Habt also Spaß, unternehmt was und fühlt euch wohl.

Freunde gut für die Gesundheit

Forscher haben zudem herausgefunden, dass sich Freundschaften positiv auf euren Körper und eure Seele auswirken. Eine australische Studie zeigt, wer von guten Freunden umgeben ist, hat eine höhere Lebenserwartung. Der positive Einfluss von der Familie war dagegen deutlich geringer. Hierbei spielt offenbar das Hormon Oxytocin, das in Momenten von Vertrautheit verstärkt gebildet wird, eine entscheidende Rolle für diese positive Wirkung. 

"Oxytocin wirkt doppelt: Es bringt Stress und Angst in sozialen Situationen unter Kontrolle, indem es die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt und das Belohnungszentrum stimuliert.",

schreibt der Sozialverband VdK Deutschland.

"Freunde haben eine wichtige Entlastungsfunktion", 

so fasst es Dr. Wolfgang Krüger zusammen. 

Genug Zeit für Freunde nehmen

Dr. Krüger empfiehlt, mindestens zwei Stunden in der Woche für die Freunde zu investieren. Vor allem für Männer sei dies wichtig, denn der Berliner Psychotherapeut hat festgestellt, dass nur etwa ein Drittel der Männer Freundschaften aktiv pflegen, wogegen rund zwei Drittel aller Frauen eine gute Freundin haben.

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