Bayerische Kommunen bei digitaler Verwaltung vorne
Behördensachen online erledigen, statt tatsächlich zum Amt zu gehen: Viele Menschen wollen das – und können es inzwischen oft auch.


München (dpa/lby) - Nirgendwo in Deutschland lassen sich nach Angaben des bayerischen Digitalministeriums so viele Behördensachen online erledigen wie in vielen bayerischen Kommunen. In einem bundesweiten Vergleich der Verwaltungsdigitalisierung liegen ausschließlich bayerische Kommunen auf den ersten 50 Plätzen. Erst auf Rang 51 folge mit Köln die erste Kommune außerhalb des Freistaats.
Nach aktuellen Zahlen des sogenannten Dashboards Digitale Verwaltung des Bundesdigitalministeriums wird die Liste von Augsburg mit 1.890 digitalen Verwaltungsleistungen angeführt, gefolgt von Fürth, Ingolstadt und Erlangen. Online erledigt werden können beispielsweise Anträge für Geburtsurkunden oder Ummeldungen.
Die Liste berücksichtigt nach Angaben eines Sprechers des bayerischen Digitalministeriums neben Leistungen von Ländern und Kommunen auch die vom Bund.
Laut dem Dashboard waren in diesem August überall in Bayern mindestens für 1.303 Verwaltungsleistungen Onlinedienste verfügbar – davon 815 bundesweite, 488 landesweite und für 892 auf kommunaler Ebene.
Dabei liegt Bayern insgesamt auf Platz zwei hinter Hamburg, wo flächendeckend 1.548 Verwaltungsakte sich online erledigen lassen.