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Bayerische Staatsregierung spricht sich gegen ein Verbot sozialer Netzwerke für Unter-16-Jährige aus – Fokus liegt auf Medienkompetenz und digitaler Bildung

Mehrere Politiker fordern aktuell ein Verbot sozialer Netzwerke für Jugendliche unter 16 Jahren. Die bayerische Staatsregierung stellt sich klar dagegen: Ministerpräsident Söder und Digitalminister Mehring setzen auf Medienkompetenz statt Verbote. Alle Hintergründe dazu lest ihr hier.

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Hohe Nutzung von Social Media in Deutschland. Alicia Windzio/dpa

Die Diskussion um ein mögliches Verbot sozialer Netzwerke für Jugendliche unter 16 Jahren sorgt aktuell für viel Aufmerksamkeit. Während mehrere Politiker ein solches Verbot fordern, lehnt die bayerische Staatsregierung diesen Ansatz ab.

Ministerpräsident Söder: "Wenig zielführend"

Ministerpräsident Markus Söder betonte in München, dass die Debatte widersprüchlich sei: Einerseits werde in Deutschland diskutiert, die Strafmündigkeit bei schweren Straftaten auf 12 Jahre zu senken, andererseits wolle man Social Media bis 16 verbieten. Das sei wenig zielführend, so Söder.

Digitalminister Mehring: Medienkompetenz als Schlüssel

Auch Digitalminister Dr. Fabian Mehring spricht sich klar gegen ein Verbot aus. Er kritisiert, dass Teile der älteren Generation den sogenannten Digital Natives das Internet verbieten wollen. Mehring setzt stattdessen auf die Förderung von Medienkompetenz: Junge Menschen sollen lernen, klug und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen.

Bayern setzt auf Bildung und Aufklärung

Die bayerische Staatsregierung verfolge eine aktive Digitalpolitik, die auf Aufklärung, Bildung und Mündigkeit setzt. Ziel sei es, die junge Generation fit für die digitale Zeitenwende und das KI-Zeitalter zu machen. Altersgrenzen werden als falsche Antwort gesehen – stattdessen soll Medienkompetenz gestärkt werden, damit Jugendliche Chancen und Risiken neuer Technologien souverän nutzen können.