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Digitale Verwaltung: Bayern verspricht flächendeckende Online-Dienste bis Ende 2026

Bis Ende 2026 sollen Bürger fünf zentrale Behördengänge bequem per Handy erledigen können. Vom Führerscheinantrag bis zur Baugenehmigung – der Freistaat will zeigen, wie moderne Verwaltung funktioniert. Alle Infos hier.

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Handynutzung bei Kindern Marijan Murat/dpa

Bayern will die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben. Ziel ist es, bis Ende des Jahres fünf zentrale Verwaltungsleistungen flächendeckend online anzubieten. Der Freistaat nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und setzt Maßstäbe für ganz Deutschland.

Bayern als Vorreiter der digitalen Verwaltung

Bis Ende 2026 sollen folgende Dienstleistungen in Bayern überall online verfügbar sein:

  • Ummeldung des Wohnsitzes
  • Führerscheinantrag
  • Aufenthaltstitel
  • Bauvorbescheid und Baugenehmigung
  • Waffenrechtliche Erlaubnisse

Diese Leistungen betreffen breite Bevölkerungsgruppen und wurden aufgrund ihrer hohen Nutzungszahlen ausgewählt. Bayerns Digitalminister Mehring betont: „Unser Ziel ist es, dass das Handy zum Rathaus in der Hosentasche wird und Bürger ihre Behördengänge jederzeit und von überall erledigen können.“

Pilotkommunen in Bayern

Der neue Ansatz basiert auf Erkenntnissen aus sechs bayerischen Pilotkommunen. Dazu gehören unter anderem die Städte Aschaffenburg und Augsburg sowie der Landkreis Regensburg. Gemeinsam mit diesen Kommunen wurden zentrale Hürden identifiziert und Lösungen entwickelt, die nun flächendeckend umgesetzt werden sollen. Bayern dient dabei als Blaupause für andere Bundesländer.

Digitale Verwaltung für alle

Auch Menschen ohne Internetzugang können weiterhin die herkömmlichen Wege in den Verwaltungen nutzen, so Mehring. Laut einer Studie des Digitalverbandes Bitkom sind jedoch bereits 74 Prozent der Deutschen ab 65 Jahren online und wünschen sich mehr Tempo bei der Digitalisierung.