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Mann betäubt und Brände gelegt - Mordurteil rechtskräftig

Unter einem Vorwand verabreicht eine Frau ihrem Mann in Memmingen Schlafmittel. Dann zündet sie mehrere Gegenstände an. Der Mann stirbt. Jetzt steht die Strafe für die Frau fest.

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Landgericht Memmingen Stefan Puchner/dpa

Memmingen (dpa) - Das Urteil gegen eine Frau aus Memmingen wegen Mordes aus Habgier an ihrem Ehemann ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe eine Revision der Angeklagten als unbegründet verworfen, teilte das Landgericht Memmingen mit. Damit steht eine lebenslange Haftstrafe fest - ebenso eine besondere Schwere der Schuld. Dadurch wird nicht wie sonst nach 15 Jahren geprüft, ob der Rest der Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. 

Nach Überzeugung des Gerichts hatte die Frau im Mai 2023 ihrem 38 Jahre alten Ehemann unter einem Vorwand Schlafmittel verabreicht. Dann hatte sie mehrere Gegenstände in der gemeinsamen Wohnung angezündet, weshalb der Mann an einer Rauchvergiftung starb. 

Als Motiv für die Tat machte das Gericht Habgier aus: Die Frau habe vor der Tat Risikolebens- und Unfallversicherungen über insgesamt 2,4 Millionen Euro abgeschlossen. Damit wollte sie sich nach seinem Tod bereichern. Über Monate habe sie vor dem Mord im Internet nach Möglichkeiten gesucht, Menschen zu vergiften oder zu töten. Das Urteil am Landgericht Memmingen im November 2024 hatte sie regungslos hingenommen, wie das Gericht damals mitteilte.

© dpa-infocom, dpa:260204-930-641686/1