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Neue Spielzeit: Kroetz als Brandner Kasper

Der Brandner Kasper, der mit dem Tod um weitere Lebensjahre zockt - eine legendäre Geschichte. Das Residenztheater verspricht nun eine Neuauflage des Kultstücks, neben vielen anderen Premieren.

Neue Spielzeit: Kroetz als Brandner Kasper am Residenztheater Felix Hörhager/dpa

München (dpa/lby) - Nach rund 25 Jahren kehrt der Brandner Kasper im kommenden Sommer zurück an das Bayerische Staatsschauspiel. Franz Xaver Kroetz wird in der Neuauflage des legendären Theaterstücks den Kleinbauern spielen, der dem Tod in Gestalt des Boandlkramers beim Kartenspiel und mit viel Kirschgeist weitere Lebensjahre abluchsen will. Regie werde der Münchner Philipp Stölzl führen, teilte Intendant Andreas Beck bei der Vorstellung der neuen Spielzeit des Residenztheaters am Donnerstag mit.

Premiere soll «Die G'schicht vom Brandner Kasper» am 14. Juni 2025 im Cuvilliéstheater feiern. Franz von Kobell hatte die Erzählung 1871 veröffentlicht. Seitdem wurde sie viele Male auf die Bühne gebracht und verfilmt. Legendär ist Kurt Wilhelms Inszenierung von 1975 am Residenztheater mit bayerischen Schauspielgrößen wie Fritz Straßner, Toni Berger und Gustl Bayrhammer.

Auch darüber hinaus hat das Residenztheater in der nächsten Saison viel vor. Das Motto lautet «Zusammenspiel». «Mit dem «Wir», dem «Uns» und dem «Zusammen» tut man sich in diesen individualistischen Zeiten nicht leicht», erklärte Intendant Beck. Hier könne das Theater ein Ort des Zusammenspiels werden, von Schauspielerinnen, Schauspielern und Publikum.

Zum Start gibt es am 27. September «Ein Sommernachtstraum» von William Shakespeare. Daneben lockt das Residenztheater mit weiteren Premieren wie «Die Wildente» von Henrik Ibsen (17. Oktober) oder «Bolwieser» (21. November) von Rainer Werner Fassbinder nach dem Roman von Oskar Maria Graf. Die neue Hausregisseurin Claudia Bauer wird Samuel Becketts berühmtes «Warten auf Godot» (28. März 2025) inszenieren.

Vom österreichischen Dramatiker Ewald Palmetshofer («Vor Sonnenaufgang») gibt es die Uraufführung «Sankt Falstaff» (17. Januar 2025) frei nach dem Shakespeare-Drama «King Henry IV.». Und mit «Sternstunden der Menschheit» nach Stefan Zweig von Thom Luz (19. Oktober) zeigt das Residenztheater eine Inszenierung der Salzburger Festspiele.

© dpa-infocom, dpa:240516-99-54290/2

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