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Frankfurt im Pokal souverän weiter: 3:1 bei HSV-Notelf

HSV gegen Eintracht Frankfurt, Teil eins. Im DFB-Pokal setzt sich die Eintracht durch. Am Sonntag gibt es in der Bundesliga die Chance zur Revanche. Für die Hamburger wachsen die Personalsorgen.

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Hamburger SV - Eintracht Frankfurt Marcus Brandt/dpa

Hamburg (dpa) - Kapitän Robin Koch hat Eintracht Frankfurt ins Achtelfinale des DFB-Pokals geführt. Der zuletzt kritisierte Abwehrchef leitete mit seinem Tor den 3:1 (0:0)-Erfolg beim personell arg gebeutelten Hamburger SV ein (56. Minute). Jonathan Burkardt (71.) mit seiner letzten Aktion und der für ihn eingewechselte Younes Ebnoutalib (75.) legten nach. Dem HSV gelang durch Terem Moffi (79.) nur der Ehrentreffer. 

Götze erfreut: «Gute Fortschritte»

«Hinten raus haben wir es gut gemacht. Robin hat sensationell alles zusammengehalten hinten», sagte Frankfurts Mario Götze bei RTL/Sky. Nach den Niederlagen bei RB Leipzig (0:6) und Borussia Dortmund (0:1) gelang nun mal wieder ein Auswärtssieg. «Wir sind auf einem guten Weg. Es ist harte Arbeit, auch ein Spiel wie heute. Wir machen gute Fortschritte, das hat man heute auch wieder gesehen», sagte Götze.

Für den HSV bleibt der schwache Trost, am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in der Bundesliga in Frankfurt Revanche nehmen zu können. Dann möglicherweise mit einem weiteren Stammspieler weniger: Abwehrchef Sebastiaan Bornauw musste zur Pause raus und verlängerte die Verletztenliste des Bundesliga-Elften. «Wir fangen bei uns an: Wir hatten genügend Torchancen. Jetzt gucken wir nach vorne», sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa.

HSV mit einer Notelf

Im DFB-Pokal-Spiel gegen die Frankfurter fehlten vor 57.000 Zuschauern gleich sechs Stammkräfte: Neben Kapitän Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) mussten auch Spielmacher Fabio Vieira (Muskelfaserriss), Mittelfeldspieler Bilal Nadir (Sehnenriss), die Abwehrrecken Nicolas Capaldo (Zerrung) und Jordan Torunarigha (muskuläre Probleme) sowie Stürmer Yussuf Poulsen (Hüfte) passen. 

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte weniger Sorgen als sein HSV-Kollege Merlin Polzin. Hütter erlaubte sich, den derzeit besten Frankfurter Bundesliga-Torschützen Ebnoutalib auf der Bank zu lassen - er wechselte ihn spät ein und sah direkt einen Treffer seines Stürmers.

HSV hält Partie lange offen 

Trotz des personellen Aderlasses hielten die Hamburger die Partie lange offen und waren phasenweise die bestimmende Mannschaft. Ein Kopfball von Hamburgs Verteidiger Shaqif Nandja (6.) war lange Zeit die einzige Chance im Spiel. Mitte der ersten Halbzeit wurde es dann munterer. Zakaria El Ouahdi (24.) scheiterte an Eintrachts Keeper Noah Atubolu. Albert Grönbaek (29.) spitzelte den Ball am Tor vorbei. 

Im Gegenzug blockte Bornauw im letzten Moment einen Schuss von Burkardt (30.). Einige Minuten später war es Bornauw (42.), der die Führung per Kopf nur knapp verpasste. Ausgerechnet der bis dahin überzeugende Abwehrchef verletzte sich kurz vor der Pause bei einem Zusammenprall mit Frankfurts Atubolu - und verlängerte so die HSV-Verletztenliste.

Frankfurter nach der Pause überlegen und effektiver

Die Frankfurter drückten zu Beginn der zweiten Halbzeit - und wurden belohnt, als Koch aus kurzer Entfernung traf. Die Hamburger Notelf ließ sich nicht entmutigen. Miro Muheim (59.) versuchte es aus der Distanz, Atubolu reagierte stark. Moffi (63.) schaffte es aus kurzer Entfernung den Ball per Kopf am Tor neben das Tor zu setzen.

Als aber Burkardt für die Eintracht erhöhte, war die Partie entschieden. Der für Burkardt eingewechselte Ebnoutalib machte es deutlich. Der oft unglücklich agierende HSV-Mittelstürmer Moffi konnte nur noch verkürzen.

© dpa-infocom, dpa:261027-930-902850/2