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Regionalliga-Reform: DFB plant Bundestag im Dezember

Nicht alle Regionalliga-Meister steigen auf - das erzürnt seit Jahren einige Vertreter. Im Dezember möchte der Deutsche Fußball-Bund über das Thema bei einem Bundestag abstimmen lassen.

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Bernd Neuendorf Hendrik Schmidt/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Präsident Bernd Neuendorf wollen beim Thema Regionalliga-Reform noch in diesem Jahr eine Entscheidung herbeiführen. Demnach soll Generalsekretär Holger Blask unter Einbeziehung der zuständigen Vizepräsidenten einen Außerordentlichen Bundestag am 18. Dezember 2026 vorbereiten, wie der Verband mitteilte.

Dann soll dieses höchste DFB-Gremium über eine mögliche Änderung der bisherigen Struktur entscheiden. Statt bislang fünf Regionalligen soll es künftig nur noch vier geben, damit alle Meister direkt aufsteigen und keine weitere Relegation notwendig ist. Der sächsische Club Lok Leipzig stieg gleich dreimal nicht in die 3. Liga auf, weil die folgende Relegation verloren ging.

Neuendorf: Muss jetzt gelöst werden

«Die Aufstiegsregelung in der Regionalliga beschäftigt den deutschen Fußball seit Jahren. Sie muss jetzt gelöst werden. Es ist für die Vereine, Spieler und Fans kaum nachvollziehbar, dass es fünf Meister gibt, aber nicht alle den Aufstieg in die 3. Liga schaffen können», sagte Präsident Neuendorf, der die Reform in einem Interview der «Sport Bild» bereits zur Chefsache erklärt hatte.

Favorisiertes Modell ist das sogenannte Kompassmodell. «Die Staffeln sollen mit jeweils 20 Mannschaften gebildet und für jede Saison nach geografischen Gesichtspunkten neu zusammengestellt werden. Die Saison 2027/2028 wäre als Qualifikationssaison ausgelegt, die Umsetzung der Viergleisigkeit würde zur Saison 2028/2029 erfolgen», hieß es vom DFB, der die Trägerschaft der vier Regionalligen übernehmen würde.

Neuendorf betonte, dass bei dem Außerordentlichen Bundestag eine verbindliche Abstimmung über die Zukunft der Regionalliga stattfinden soll. «Das Kompassmodell hat in den Abstimmungen der Regionalliga-Träger unter den Vereinen bundesweit die meisten Stimmen erhalten. Es bietet auch die Chance auf eine Leistungsverdichtung und somit eine stärkere Talententwicklung», sagte der Verbandsboss.

© dpa-infocom, dpa:260911-930-669486/1