Zverev führt Team Europa zum Triumph beim Laver Cup
Das Match gegen Learner Tien macht Alexander Zverev so gar keinen Spaß. Doch der Tennisstar kämpft sich zum Sieg - und sichert seiner Mannschaft den Erfolg beim Prestige-Wettbewerb.
London (dpa) - Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev hat das Team Europa beim Laver Cup zum Prestigesieg gegen die Welt-Auswahl geführt. Der Weltranglistenzweite holte durch das 7:6 (7:3), 6:3 in London gegen den US-Amerikaner Learner Tien die entscheidenden Punkte für seine Mannschaft. In der neunten Auflage des Show-Events triumphierte Europa zum sechsten Mal.
«Ich finde, wir hatten eine tolle Mannschaft, eine tolle Chemie im Team», sagte der 29-jährige Zverev: «Ich denke, es gibt kein schöneres Gefühl im Sport, als im Team zu gewinnen.»
Zverev hatte gegen Tien viel Mühe und wirkte zwischendurch genervt von der cleveren Spielweise des Gegners und auch dem grauen Untergrund in der Londoner Arena. US-Star Taylor Fritz sagte zu Tien während eines Seitenwechsels über Zverev: «Er ist so frustriert.» Doch der zweimalige Grand-Slam-Turniergewinner fing sich wieder und überzeugte im Tiebreak des ersten Satzes und im zweiten Durchgang.
Das ist der Laver Cup
Der Laver Cup - benannt nach der australischen Tennis-Ikone Rod Laver - ist zwar ein Show-Event, wird von den Protagonisten aber ernst genommen. Es wurde 2017 von Ex-Superstar Roger Federer ins Leben gerufen und findet jährlich statt. Ein Team aus den besten europäischen Spielern tritt gegen ein Team aus den besten Spielern der restlichen Welt an.
Kapitän von Team Europa ist aktuell der französische Ex-Profi Yannick Noah, Team Welt wird gecoacht von der ehemaligen Nummer eins Andre Agassi aus den USA. Weltranglistenpunkte werden hier nicht vergeben.
Zverevs Chance auf Nummer eins ist gestiegen
Trotzdem kam Zverev seinem großen Ziel von der Nummer eins der Tennis-Welt ein Stück näher. Der aktuell führende Jannik Sinner verkündete am Freitag seinen Startverzicht für das ATP-Turnier in Peking aufgrund anhaltender Knieprobleme. Dadurch kann der Titelverteidiger seine 500 Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Auch in den übrigen Turnieren bis Saisonende hat der Italiener im Vergleich zu Zverev deutlich mehr Punkte zu verteidigen.