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Elevator Boys wollen mit Vorurteilen aufräumen

Mit ihrem ersten Film wagen die Elevator Boys den Sprung von Social-Media-Stars zu Schauspielern – und wollen zeigen, dass sie mehr können als nur kurze Clips.

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Elevator Boys - Premiere des Films "Back to the 90s" Elisa Schu/dpa

Berlin (dpa) - Millionen Follower, Kampagnen mit Luxusmarken und Videos mit Weltstars - doch als Schauspieler müssen sich die Elevator Boys erst noch beweisen. Mit ihrem Prime-Video-Spielfilm «Back to the 90s» (Streamingstart 21.8.) wagt die Social-Media-Gruppe den Schritt auf neues Terrain. Dass viele ihnen diesen Wechsel zunächst nicht zutrauen, ist den Fünfen bewusst.

«Man hat natürlich ein bisschen Angst vor Vorurteilen», sagt Jacob Rott der Deutschen Presse-Agentur. «Man muss das aber brechen.» Sie kämen zwar aus einer anderen Branche. «Wir lieben es aber, was zu schaffen und nehmen es sehr ernst. Wir hoffen, wir haben es gut rübergebracht.»

Mit kurzen Videos aus Aufzügen wurden Rott und seine Freunde Tim Schäcker, Julien Brown, Luis Freitag und Bene Schulz auf TikTok und Instagram bekannt. Inzwischen gehören sie zu den erfolgreichsten deutschen Creator-Gruppen, haben Millionen Follower. 

Intensives Schauspieltraining

Für die Gruppe war «Back to the 90s» der erste gemeinsame Film. Darin spielen sie fünf Freunde, die von einer Karriere als Boyband träumen und durch einen Aufzug in die 90er Jahre reisen.

Vor Beginn der Dreharbeiten haben sich die Fünf intensiv auf ihre Rollen vorbereitet, wie sie berichten. Gerade weil sie alle Hauptrollen übernehmen, sei die Zusammenarbeit besonders wichtig gewesen, sagt Julien Brown. «Schauspiel ist nicht nur, seinen Text auswendig zu lernen und aufzusagen.» 

Entscheidend sei gewesen, aufeinander zu reagieren und gemeinsam eine Geschichte zu erzählen. Unterstützung habe dabei vor allem Regisseur Facundo Scalerandi gegeben.

Filmerfahrung hilft bei Social Media

Die Erfahrung am Set habe auch ihre Arbeit als Creator verändert. «Wir haben ein viel besseres Verständnis dafür bekommen, wie so eine Produktion funktioniert», sagt Brown. Vieles hätten sie inzwischen übernommen - von einer genaueren Planung über mehr Disziplin bis hin zu einem stärkeren Gespür für Bildgestaltung. «Man entwickelt ein besseres Auge für Ästhetik.»

Der Film sei für sie deshalb nicht nur ein neues großes Projekt gewesen, sondern auch eine Chance, sich weiterzuentwickeln. «Wir kommen zwar woanders her», sagt Brown. «Aber genau deshalb wollen wir zeigen, dass wir auch andere Dinge machen können.»

© dpa-infocom, dpa:260819-930-550113/1