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Wenders schneidet Nacktszene mit Nastassja Kinski aus Film

Schauspielerin Nastassja Kinski war gerade einmal 13 Jahre alt, als sie nur mit einer Unterhose bekleidet in Wim Wenders' Film «Falsche Bewegung» zu sehen war. Der Streit um die Szene ist nun beendet.

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Nastassja Kinski Hendrik Schmidt/dpa

Berlin (dpa) - Schauspielerin Nastassja Kinski und Wim Wenders haben den Streit um eine Nacktszene im Film «Falsche Bewegung» beendet. «Wim Wenders hat sich bei Nastassja Kinski entschuldigt und ist ihrem Wunsch nachgekommen, die von ihr beanstandete Szene aus dem Film zu schneiden», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden, die auf der Webseite der Wenders Stiftung veröffentlicht wurde. Beide verbinde der Wunsch, dass die Erinnerung an den Film künftig nicht länger von diesem Konflikt überschattet und auch der lange freundschaftliche Umgang wiederhergestellt werde.

Kinski war im Alter von 13 Jahren in einer Szene des Films von 1975 mit nacktem Oberkörper zu sehen und hatte den 80-Jährigen nach eigenen Angaben seit Jahren gebeten, die etwa zwei Minuten lange Szene zu entfernen. Ein Mann ohrfeigt sie und streichelt dann ihr Gesicht. Kinski trägt in dieser Szene nur eine Unterhose. Die heute 65-Jährige hatte sich auch einen Anwalt genommen, der formale juristische Schritte gegen Wenders angekündigt hatte.

Wenders bat um Entschuldigung 

Bereits Anfang Juni war die «Falsche Bewegung» zurückgezogen worden. Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden dazu angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen, hieß es damals von der Stiftung. Wenders bat zudem um Entschuldigung. «Als einziger der damals für "Falsche Bewegung" handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber». 

Wenders hatte im Mai beim Deutschen Filmpreis gesagt, er würde die Szene «heute nie mehr so machen». Seinem damaligen jungen Ich könne er aber keinen Vorwurf machen. Er habe einen Film in seiner Zeit gemacht. Doch es ergebe sich die Frage für Filmschaffende, wie man mit Filmerbe umgehen solle.

© dpa-infocom, dpa:260731-930-468201/1