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Duell Schulze vs. Siegmund – AfD will Geheimdienst umbauen

AfD-Kandidat Siegmund will den Landesverfassungsschutz nach einem Wahlsieg neu ausrichten. Amtsinhaber Schulze bekräftigt seinen Widerstand gegen die Rentenpläne der Bundesregierung.

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Sven Schulze (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD) im Duell Hendrik Schmidt/dpa

Halle (dpa) - Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag hat AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im Fall eines Wahlsiegs einen Umbau der Sicherheitsbehörden angekündigt. Den Landesverfassungsschutz werde er «auf seine eigentliche Grundaufgabe zurückführen, Straftäter, Terroristen und Gewalttäter aus dem Verkehr zu holen, beispielsweise bevor sie in Weihnachtsmärkte fahren, und nicht mehr die Opposition zu bekämpfen», sagte er in einem von «Volksstimme» und «Mitteldeutscher Zeitung» veranstalteten Duell.

Seine Partei wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft, was die AfD immer wieder als ungerechtfertigt anprangert.

Schulze: «Ich habe ein gutes Rückgrat»

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) kündigte an, sich weiter dafür einzusetzen, dass die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren erhalten bleibt – trotz eines Machtworts von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Debatte. Die sogenannte Rente mit 63 müsse deshalb bleiben, «weil wir hier gerade in Ostdeutschland andere Biografien haben als in Westdeutschland. Und ich weiß, das findet nicht jeder gut, dass ich mich da sehr stark für einsetze, aber ich habe ein gutes Rückgrat, ein starkes Rückgrat. Und ich werde das genau auch weiter zu meinem Thema in Berlin machen.»

Aktuell regiert in Sachsen-Anhalt eine Koalition aus CDU, SPD und FDP. Das Bündnis wird aber allen Umfragen zufolge seine Mehrheit verlieren. Mit Abstand stärkste Kraft dürfte die AfD werden. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei strebt eine Alleinregierung an.

Wenn sich eine von der CDU angeführte Minderheitsregierung bildet, könnte sie auch auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen. Das politische Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition oder ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD.

© dpa-infocom, dpa:260902-930-621818/1