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Passagiere bei Hitze eingesperrt? Airline entschuldigt sich

Hohe Temperaturen im Flieger verursachen einen Einsatz von Rettungskräften auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Die Airline SunExpress entschuldigt sich. Was ist passiert?

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Flughafen Frankfurt am Main Arne Dedert/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Weil die Klimaanlage nicht richtig ging, hat sich ein Flugzeug der Airline SunExpress am Boden des Frankfurter Flughafens stark aufgeheizt: Hitzebedingt hohe Temperaturen im Innenraum des Fliegers sorgten am Sonntagnachmittag für einen Einsatz von Rettungskräften. Mehrere Passagiere in der bereits besetzten Maschine klagten über Unwohlsein, wie das Polizeipräsidium Frankfurt am Main mitteilte. 

Die Airline teilte mit: «Was die Fluggäste an Bord unseres Fluges XQ147 von Frankfurt nach Antalya am 21. Juni erlebt haben, tut uns aufrichtig leid. Wir bitten alle betroffenen Fluggäste in aller Form um Entschuldigung.» Zuvor hatte «RTL» über den Vorfall berichtet. 

Schuld war Defekt an Hilfsaggregat 

Leider hätten einige der insgesamt 189 Fluggäste medizinische Betreuung gebraucht. Nach einem medizinischen Check hätten sie aber noch am selben Tag den Flug in die Türkei antreten können. An Bord waren zudem sechs Crew-Mitglieder. 

Ursache war laut Sprecherin ein technischer Defekt am Hilfsaggregat, das am Boden unter anderem die Klimatisierung sicherstelle. Alle Passagiere und die Crew verließen die Maschine. Der Flug konnte noch am selben Tag verspätet starten, hieß es. 

Airline will Ablauf gründlich prüfen

Der Abflug der Passagiermaschine habe sich zunächst verzögert, hieß es vom Polizeipräsidium. Mehr als eine Stunde nach dem ursprünglich geplanten Abflug seien die Rettungskräfte gegen 15.15 Uhr alarmiert worden. Die betroffenen Fluggäste wurden den Angaben zufolge durch Rettungskräfte vor Ort versorgt. 

«Wir prüfen derzeit den gesamten Ablauf gründlich und ziehen daraus die notwendigen Konsequenzen. Unser Kundenservice-Team kontaktiert derzeit alle betroffenen Fluggäste zu ihrem Befinden und ob sie ggf. weitere Unterstützung benötigen», hieß es.

© dpa-infocom, dpa:260622-930-264821/2