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Trump: Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen

Im Iran-Krieg gelten die Fronten als verhärtet. Nun wurde laut den Amerikanern das erste Mal seit längerem wieder verhandelt.

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UN Generalversammlung Michael Kappeler/dpa

New York (dpa) - Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag sei «sehr gut» gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.

Trumps Aussagen auf Reporternachfragen legten nahe, dass sein US-Chefunterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teilnahmen. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. 

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sich mit Witkoff und Kushner getroffen habe. Das Treffen wurde demnach von Pakistan und Katar vermittelt, die sich intensiv für eine Rückkehr zur Diplomatie und für Deeskalation eingesetzt hätten.

Das Gespräch habe sich auf einen Weg für ein Abkommen fokussiert, schrieb die Zeitung. Das Nachrichtenportal «Axios» zitierte einen US-Beamten und eine regionale Quelle mit denselben Informationen zu den Teilnehmern des Treffens. Trump stellte vor Reportern ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details.

Vor der UN-Generalversammlung hatte es Spekulationen gegeben, ob Trump selbst womöglich Irans Präsident Massud Peseschkian, der auch in New York sprechen soll, treffen würde. Die US-Regierung hatte sich dazu aber nicht konkret geäußert.

Zuletzt wenig Bewegung im Iran-Krieg

Die Fronten im Iran-Krieg gelten als verhärtet. Teheran signalisierte zuletzt aber Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Das hatte allerdings nicht zu einer Lösung des Konflikts geführt - und zerfiel angesichts fortdauernder Spannungen schnell in sich zusammen. Zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die für den internationalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus.

Trump drohte Iran bei UN auf offener Bühne mit «Hölle»

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen hatte Trump eine weitreichende Entscheidung in Aussicht gestellt: Option eins sei ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, um ihnen «niemals wieder die Chance zu geben, Menschen zu töten und Länder zu zerstören». 

Wähle der Iran den Krieg, lande die Republik in der «Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen», sagte Trump.

Der Iran-Krieg dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an und hat auch die Golfstaaten erfasst. Mehrere beherbergen US-Militärstützpunkte und waren selbst von iranischen Angriffen und den Folgen des Krieges betroffen. Die USA begründeten ihre Angriffe seit dem 28. Februar damit, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe. Trump wollte den Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen, doch der Konflikt zieht sich seither. Zeitweise hatte es eine Waffenruhe gegeben, die aber immer wieder gebrochen worden war. 

Zusätzlichen Druck erzeugt die Eskalation im Jemen. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat vor gut einer Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemen eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien sucht derzeit nach Unterstützern im Kampf gegen die Miliz. Unter anderem die «New York Times» berichtete, Trump habe Saudi-Arabien im Kampf gegen die Miliz unterstützen wollen, das Vorhaben dann aber kurzfristig wieder abgesagt.

© dpa-infocom, dpa:260922-930-728420/3