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Welche Auswirkungen Mama-Sein hat auf das Gehirn hat

Das Muttersein ist zweifellos eine transformative Lebenserfahrung. Von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zur elterlichen Fürsorge - all diese Phasen bringen nicht nur äußerliche Veränderungen mit sich, sondern wirken sich auch tiefgreifend auf das Gehirn einer Frau aus. Alles Wichtige dazu, lest ihr hier.

Mutter hält Baby Familie & Kinder Foto: Valerii Apetroaiei/Adobe Stock

Werden Frauen in der Schwangerschaft tatäschlich vergesslicher? Und wieso wachen Frauen nachts häufiger auf? Jahrzehntelange Forschung hat gezeigt, dass das Mama-Sein das Gehirn auf faszinierende Weise umgestaltet und zu einer Vielzahl bemerkenswerter Veränderungen führt.

Mehr Emotionen und Empathie durch Mutterschaft

Neurowissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Muttersein zu strukturellen Veränderungen im Gehirn führt. Eine der bemerkenswertesten Veränderungen betrifft den präfrontalen Kortex, das ist der Teil im Hirn, der für die Regulierung von Emotionen, die Entscheidungsfindung und die soziale Interaktion zuständig ist. Diese Hirnregion zeigt eine erhöhte Aktivität und eine verstärkte Vernetzung während der Mutterschaft, was auf eine gesteigerte Empathie hinweist. Damit steigt die Fähigkeit, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen. Dadurch wird auch bei vielen Frauen der Schlaf weniger tief, um auch in den Nächten die Bedürfnisse des Kindes wahr zu nehmen. 

Mütter können Multitasking

Eine Untersuchung beschreibt zudem die Auswirkungen von Hormonen auf das Gehirn von Frauen während der Mutterschaft. Insbesondere Oxytocin, auch als "Kuschelhormon" bekannt, spielt eine wichtige Rolle bei der Mutter-Kind-Bindung und beeinflusst die neuronalen Schaltkreise im Gehirn. Studien haben gezeigt, dass Mütter eine erhöhte Fähigkeit zur Multitasking haben, was auf verbesserte Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnisleistung hinweist. 

Hirnvolumen nimmt in der Schwangerschaft ab

Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass das Gesamtvolumen des Gehirns während der Schwangerschaft abnehmen kann. Untersuchungen haben gezeigt, dass insbesondere bestimmte Regionen im Gehirn, wie der präfrontale Kortex und der Hippocampus, von diesem Volumenverlust betroffen sein können. Der Hippocampus ist funktionell vor allem an an der Bildung und Aufrechterhaltung von Gedächtnisinhalten sowie an Lernprozessen beteiligt. 

Daher können schwangere Frauen tatsächlich vergesslicher werden, als sie das vor der Schwangerschaft waren. 

Für eine Studie der Universität Barcelona haben Wissenschaftler Magnetresonanzbilder vor und nach der Schwangerschaft untersucht. Zum Vergleich wurden 19 erstmalige Väter sowie eine Kontrollgruppe aus 20 Frauen und 17 Männern ohne Kinder untersucht. 

Die Ergebnisse deuten auf einen Anpassungsprozess hin, der mit dem Vorteil einer besseren Erkennung der Bedürfnisse des Kindes verbunden ist, wie zum Beispiel die Identifizierung des emotionalen Zustands des Neugeborenen.

Oscar Vilarroya, ein Leiter der Studie in Barcelona

Mütter können also tatsächlich nachweisbar durch die Veränderungen vor allem im emotionalen Teil des Gehirns schneller den Zustand ihres Kindes wahrnehmen und auf die Bedürfnisse eingehen. Schlau gemacht von der Natur, auch wenn die Vergesslichkeit während der Schwangerschaft schon die ein oder andere Frau verrückt gemacht hat. 

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