29.04.2019 | Geld & Recht Bis zu 250 Euro Bußgeld: Mit diesen Strafen müssen Umweltsünder rechnen

Städte und Gemeinden wollen Umweltsündern künftig häufiger zur Kasse bitten. Saftige Bußgelder, wie in Baden-Württemberg sollen das achtlose Wegschmeißen von Plastikbechern und Kippenstummeln eindämmen. Welche Bußgelder bereits jetzt auch bei uns in Bayern fällig werden, seht ihr hier.

Weggeworfene Kippen, ein ausgespuckter Kaugummi oder nicht weggeräumter Hundekot. All diese Dinge schädigen unsere Umwelt und verschandeln jedes Stadtbild. Die Kommunen in Bayern geben jedes Jahr mehrere hunderttausend Euro aus, um den Unrat und Abfall zu beseitigen. Erste Bundesländer haben aus diesem Grund schon gehandelt und wollen die Umweltsünder künftig härter bestrafen

In unserem Nachbarbundesland Baden-Württemberg wird für einen weggeworfenen Zigarettenstummel ein Bußgeld von 75 Euro fällig. Ein ausgespuckter Kaugummi kostet hier sogar bis zu 250 Euro. Bisher wurden für dieses Vergehen 10 bis 20 Euro fällig. Wer sich beim Kaugummi-Ausspucken in Bayern erwischen lässt, zahlt bis zu 75 Euro. Was weitere Umweltsünden in Bayern kosten, seht ihr in unserer Galerie.

Hohe Bußgelder sollen abschrecken

Auch bei uns in Bayern wird verstärkt gegen Umweltsünder vorgegangen. Die Stadt Augsburg hat letzten Sommer das Bußgeld für weggeworfene Plastikbecher, Zigarettenstummel oder Kaugummis auf 40 Euro erhöht. Seitdem liegt auf den Straßen und Plätzen in Augsburg weniger Müll, so eine Stadtsprecherin. 

Vor allem weggeworfene Kippenstummel sind oftmals ein Problem in den Innenstädten. Diese zerstören nicht nur das Stadtbild, sie sind auch noch schlecht für die Umwelt. Das Nervengift Nikotin ist nämlich wasserlöslich, sodass jede weggeworfene Zigarette auf der Straße oder dem Gehsteig ungefähr 40 Liter Grundwasser verseucht.