31.05.2021 | Haus & Garten Kritik an Trendpflanzen: Bambus, Forsythie & Co. sollen verboten werden

Der Bund Naturschutz fordert ein Verbot von exotischen Pflanzen. Anstatt Monokulturen fordern sie mehr Vielfalt in unseren Gärten. Müssen Kirschlorbeere, Forsythie, Bambus & Co. jetzt raus?

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa, Bild von Manfred Richter auf Pixabay, Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay Zu sehen: Forsythie, Kirschlorbeere, Bambus (v.l. nach r.)

Sie sind meist bunt und erinnern uns an Urlaub. Die Rede ist von exotischen Pflanzen, die in unseren Gärten wachsen. Naturschützer, u.a. der Naturschutzbund Deutschland (NABU), fordern allerdings ein generelles Verbot. Zu diesen "importierten Fremdgewächsen" zählen laut NABU unter anderem Kirschlorbeere, Forsythie und auch der Bambus. Auch Pflanzen wie Thuja oder Rhododendron stehen in der Kritik. 

Warum sind exotische Pflanzen kritisch für unsere Natur?

Viele der importierten Pflanzen sind Hybriden. Das heißt sie sind Kreuzungen und können deshalb weder Pollen noch Nektar produzieren. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Forsythien. Für uns sind sie mit ihren bunten Blüten zwar schön anzusehen, für Insekten sind sie aber nutzlos, sagen Naturschützer. Auch der Bambus bietet mit seinen geraden Stängel keine Möglichkeit für Vögel zum Nisten. Zudem braucht er unter der Erde sehr viel Platz. Laut NABU fördern sie das Insektensterben.

Vielfalt ist wichtig

Grundsätzlich will der NABU nicht alle exotischen Pflanzen verbannen. Das Problem sieht der Verband aber in der Monokultur. In vielen Gärten werden nur noch Sträucher und Blumen angebaut, die nicht heimisch in Deutschland sind. Mit einer gesunden Mischung seien die Exoten weniger problematisch.

Welche heimischen Pflanzen werden empfohlen?

Wer seinen Garten vor neugierigen Blicken schützen möchte, pflanzt am besten eine Hainbuchenhecke oder eine Ligusterhecke an. Schön sind auch Rosenhecken oder Haselnuss, empfiehlt der NABU. Die mögen auch Spatzen sehr gerne, um sich zu verstecken. 

Bei manchen heimischen Pflanzen muss man aber aufpassen, denn sie sind giftig. Eibe und Ilex sind besonders bei Vögeln beliebt, Kinder sollte man aber besser davon fern halten.

Am besten Bienen und Vogel freundliche Pflanzen

Empfohlen wird grundsätzlich Pflanzen zu pflanzen, die der Natur und dem Ökosystem dienen. Bienen gibt es immer weniger bei uns, deshalb müssen die besonders geschützt und gepflegt werden. Je mehr Blüten und Blumen sie finden, desto besser. Auch Vögel brauchen Plätze zum ausruhen und für ihre Brut; in Schlehe, Holunder oder Weißdorn fühlen sie sich besonders wohl. Exoten wie Bambus, Forsythie oder Lorbeerkirsche gehören da nicht dazu.

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