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Wusstet ihr das? Nach 22 Uhr verboten: Dafür gibt es Bußgeld bis 50.000 Euro

Die Uhr schlägt 22 Uhr und viele von uns wissen nicht, was dann in Deutschland verboten ist. Überraschenderweise können bestimmte Aktivitäten nach dieser Uhrzeit teuer werden – mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro! Erfahre, welche Regeln du nach 22 Uhr beachten solltest, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Frau hält sich Kopfkissen über Ohren Verbraucherschutz Foto: Rawpixel.com/Adobe Stock

Es gibt Regeln und Vorschriften in Deutschland, von denen viele Menschen nichts ahnen, bis sie plötzlich mit einer empfindlichen Geldstrafe konfrontiert werden. Eine dieser Überraschungen kann auftreten, wenn die Uhr 22 Uhr schlägt und bestimmte Aktivitäten, die nach dieser Uhrzeit stattfinden, mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden können.

Was genau ist nach 22 Uhr verboten?

Nach 22 Uhr sollten laute Aktivitäten, wie laute Musik oder Partys, vermieden werden, um die Nachtruhe zu gewährleisten. Aber auch zwischen 13 und 15 Uhr ist die Mittagsruhe einzuhalten, um die Mittagszeit der Erholung sicherzustellen und an Sonn- und Feiertagen sind gewerbliche Aktivitäten und laute Arbeiten eingeschränkt, um die Ruhe zu bewahren.

  • Gartenarbeiten am Sonn- oder Feiertag: Auch Rasenmähen gehört zu den Dingen, die nach 22 Uhr zu unterlassen sind. Die Geräte können nämlich Lautstärken von 78 bis 96 Dezibel erreichen. Doch das Verbot gilt nicht nur nach 22 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist ganztägig Ruhezeit, und Lärmbelästigungen sind zu vermeiden. Wer das missachtet, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. Selbst Geräte mit Umweltzeichen dürfen in der Regel nur werktags von 7 bis 20 Uhr eingesetzt werden, wie etwa der Focus schreibt.
  • Handwerkliche Arbeiten zu später Stunde – Ruhezeiten einhalten: Auch wenn es hier und da Ausnahmen geben mag, wie zum Beispiel bei einem Umzug mit freundlichen Nachbarn, gilt im Grunde immer die Nachtruhe (von 22 Uhr bis 6 Uhr). Dies ist besonders wichtig in Wohngebieten oder Mehrfamilienhäusern. Wer in einer solchen Wohnlage nach 22 Uhr noch bohrt, hämmert oder Möbel herumschiebt, verursacht eine erhebliche Lärmbelästigung und begeht damit eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann laut dem aktuellen Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.
  • Lautes Staubsaugen nachts ist ebenfalls verboten: Wenn in der Nacht ein Glas zu Tausenden von Scherben zerspringt, ist es ratsam, in diesem Fall lieber zum Besen zu greifen, um die Scherben aufzusammeln. Denn auch das laute Staubsaugen fällt unter die Ruhezeiten und ist untersagt, wenn beim Saugen die Zimmerlautstärke überschritten wird.
  • Wäsche waschen nachts verboten – Ausnahmen möglich: Selbst leise Geräte erzeugen beim Schleudergang in der Regel rund 70 Dezibel (dB). Ältere Waschmaschinen sind oft noch lauter und können in Mehrfamilienhäusern durchaus auch in der Nachbarwohnung wahrgenommen werden. Grundsätzlich sollten Waschmaschinen deshalb nur außerhalb der Ruhezeiten betrieben werden. Laut dem Portal Anwalt.de sind jedoch Ausnahmen möglich, insbesondere "sofern der Mieter dies berufsbedingt nicht außerhalb der Ruhezeiten erledigen kann und die anderen Mieter hierdurch nicht unzumutbar beeinträchtigt werden." Dabei spielt auch die tatsächliche Lautstärke der Waschmaschine und die Schalldämmung des Mietshauses eine entscheidende Rolle.

Wann gibt es Ausnahmen?

Laut dem Bußgeldkatalog sieht das Lärmbelästigungs-Gesetz vor, zwischen 22 Uhr und 6 Uhr die Nachtruhe einzuhalten, genauso wie ganztägig am Sonntag (oder Feiertag). Doch Ausnahmen sind durchaus möglich. Ein bemerkenswertes Beispiel war die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, bei der es erlaubt wurde, die Partien bis zum Abpfiff zu verfolgen. Diese Ausnahme wurde gemacht, da die Spiele erst gegen 21 Uhr begannen und somit oft erst gegen 23 Uhr oder sogar später endeten. Solche Ausnahmen werden in der Regel im Einklang mit besonderen Ereignissen oder außergewöhnlichen Umständen gemacht und erfordern normalerweise eine spezielle Genehmigung der örtlichen Behörden. Es ist wichtig, sich über derartige Ausnahmen und die damit verbundenen Regeln in seiner Region zu informieren, um Bußgelder und Konflikte zu vermeiden.

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