07.06.2022 | Job & Berufsleben Büro-Pflicht: Darf man aus dem Homeoffice zurück gezwungen werden?

Nachdem der Tesla-Chef Elon Musk seinen Mitarbeitern mit dem Rausschmiss drohte, wenn diese nicht aus dem Homeoffice zurück ins Büro kommen, haben wir mal für euch nachrecherchiert, ob so eine Drohung bei uns in Deutschland rechtens wäre.

Foto: VinzentWeinbeer pixabay

Der Milliardär Elon Musk sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als er seinen Mitarbeitern mit einer Kündigung drohte, wenn diese nicht wieder vollständig vom Homeoffice ins Büro umziehen würden. Ob so eine Maßnahme rechtens ist, haben wir für euch recherchiert.

Darf man aus dem Homeoffice zurück gezwungen werden?

Tatsächlich ist die allerletzte Konsequenz eine Kündigung, wenn der Mitarbeiter nicht nach Aufforderung durchs Unternehmen vom Homeoffice ins Büro zurückkehrt. Hintergrund: Die in der Corona-Zeit geltende Homeoffice-Pflicht wurde aufgehoben und so besteht kein Recht mehr darauf. Bevor es zu einem Rausschmiss kommt, würde zuerst eine Abmahnung folgen. Am besten sprecht ihr aber einfach offen mit eurem Vorgesetzten oder eurer Vorgesetzten, diese sind seit Corona ja oftmals flexibler. 

Wie verhalte ich mich im Homeoffice?

Grundsätzlich gelten im Homeoffice genau die gleichen Arbeitszeitregeln wie im Büro. Ihr habt also genauso lang Pause wie im Unternehmen und auch alle weiteren gesetzlichen Vereinbarungen aus eurem Arbeitsvertrag gelten daheim. Wichtig: Man muss nicht außerhalb der vorgesehenen Arbeitszeit erreichbar sein, wenn ihr im Homeoffice arbeitet. 

Wie frage ich nach Homeoffice? 

In der Regel wird der Chef oder die Chefin euch erstmal mit Fragen löchern, sobald ihr auf ihn zukommt und euch fürs Homeoffice interessiert. Deswegen solltet ihr euch zum Beispiel auf folgende Fragen vorbereiten. 

  • Wo oft in der Woche wollt ihr im Homeoffice arbeiten?
  • Wie genau stellt ihr euch die Arbeit daheim vor?
  • Wie kann das Unternehmen prüfen, ob ihr eure Leistung daheim erbringt? 
Wie viele Menschen sind überhaupt im Homeoffice?

Auch jetzt arbeitet noch rund jeder Vierter regelmäßig von zu Hause aus.