05.01.2022 | Verbraucherschutz Mehr Fake-Shops im Internet seit Corona: So erkennt ihr sie und schützt euch

Online-Shopping ist in der Coronakrise noch beliebter geworden. Doch leider ist damit auch die Zahl der Fake-Shops im Internet enorm angestiegen. Wie ihr euch beim Shoppen im Internet schützt und woran ihr gefälschte Seiten erkennen könnt, verraten wir euch hier.

Foto: Pixabay / Preis_King

Betrug mit Fake-Shops im Internet liegt während der Corona-Krise bei Kriminellen offenbar im Trend. Das zeigen zumindest die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landeskriminalamts: Im Jahr 2021 gab es 4117 Anzeigen in diesem Bereich - fast sechsmal so viele wie im Jahr 2019 (damals waren es rund 720). 

Was macht Fake-Shops im Internet so gefährlich?

Besonders mies für alle Online-Shopper: Fake-Shops sind meist professionell gestaltet und auf den ersten Blick nur schwer von echten Shops zu unterscheiden. Häufig können dort besonders beliebte Waren zu besonders verlockenden Preisen gekauft werden. Gezahlt wird dabei per Vorkasse - doch auf die bestellten Güter wird dann vergebens gewartet.

Werbung für Fake-Shops oft über Social Media

Ganz groß im Trend bei den Betrügern ist es auch, die vermeintlichen Schnäppchen-Angebote als Werbung über Facebook, Instagram und Co. zu platzieren. Die Werbeanzeigen wirken zunächst seriös und erreichen schnell mehrere Millionen Nutzer. Per Link führen sie dann jedoch oft auf gefälschte Internet-Seiten.

Tipps für sicheres Online-Shopping

Doch woran lassen sich Fake-Shops erkennen? Folgende Dinge solltet ihr euch beim Online-Shopping stets genau ansehen:

  • Sichere Verbindung: Achtet unbedingt darauf, dass eure Daten im Online-Shop verschlüsselt übermittelt werden. Durch das Vorhängeschloss und die Abkürzung "https" in der Adressleiste könnt ihr das ganz einfach erkennen. Ist das nicht der Fall - lieber nicht weiterklicken. 
  • Achtet auf ein Impressum: Online-Shops sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Firmennamen, ihre Adresse und Kontaktdaten der Geschäftsführung anzugeben. Wenn diese Angaben fehlen - Finger weg!
  • Gütesiegel kritisch hinterfragen: Fake-Shops schmücken sich gerne mit erfundenen Gütesiegeln, die aber keinerlei wirkliche Aussagekraft haben. Oder sie nutzen echte Gütesiegel wie etwa "Trusted Shops", ohne dieses Zertifikat zu besitzen. Durch einen Klick auf das Siegel könnt ihr prüfen, ob das Siegel mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist. Ohne entsprechenden Link handelt es sich um eine Fälschung.
  • Nicht unter Druck setzen lassen: Ablaufende Balken, die angeblich schrumpfende Lagerbestände anzeigen, sind ein beliebter Trick, um Druck zu erzeugen, damit der Artikel schnell im Warenkorb landet. Seriöse Anbieter geben einen transparenten Einblick in tatsächliche Lagerbestände.
  • Zahlungsmöglichkeiten checken: Betrügerische Seiten bieten häufig nur Vorkasse an und sehen von anderen Bezahlmethoden ab. Oftmals locken sogar zusätzliche Rabatte bei einer Bestellung per Vorkasse.
  • Erfahrungen von anderen Nutzern einholen: Wenn euer Bauchgefühl bei einem Shop nicht gut ist, schaut nach Erfahrungsberichten von anderen Nutzern. Oftmals hilft es schon, einen Shop zu googlen, um auf Berichte über Fälschungen zu stoßen.

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