Zum Hauptinhalt springen

Teilen:

Online-Fahrzeugzulassung in Bayern: So funktioniert's

Mit dem digitalen Service "i-Kfz" können Besitzer seit dem 1. September Fahrzeuge zulassen, umschreiben oder abmelden. Das steckt dahinter.

Auto über Handy Verkehr Foto: vegefox.com/Adobe Stock

Im September trat eine neue Verordnung der Bundesregierung in Kraft, die digitale Neuzulassungen von Fahrzeugen in Deutschland schneller ermöglicht. Die Stempelplaketten für die Nummernschilder und Papiere sollen innerhalb von zehn Tagen per Post zugeschickt werden. Schon vorher dürfen Fahrzeughalter aber auf die Straße: Der digitale Zulassungsnachweis reicht zunächst als Zulassungsbescheid aus. Das Projekt "i-Kfz" des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) hatte sich über Jahre hingezogen. Bereits seit 2015 ist es möglich, Fahrzeuge online abzumelden.

Das müsst ihr über das Verfahren wissen

Der Antragsteller müsse nicht der Halter des Fahrzeugs sein. Um den Online-Service zu nutzen, braucht ihr laut ADAC:

  • Personalausweis mit eID-Onlinefunktion und PIN
  • Ein Kartenlesegerät oder ein Smartphone mit einer kostenlosen Ausweis-App
  • Fahrzeugpapiere mit einem verdeckten Sicherheitscode. Seit 2015 gilt dies für den Teil I der Zulassungsbescheinigung, während es für den Teil II seit 2018 der Fall ist.

Es besteht die Möglichkeit, dass zusätzliche Verfahren wie ein elektronischer Aufenthaltstitel zur Identifizierung verwendet werden.

So geht die Anmeldung:

Der Prozess der Erstzulassung Ihres Fahrzeugs über das Online-Portal der örtlichen Zulassungsbehörde gliedert sich in mehrere Schritte:

  • Identifikation im Online-Portal.
  • Eingabe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) und des Sicherheitscodes aus dem Fahrzeugbrief.
  • Angabe der eVB-Nummer der Kfz-Haftpflichtversicherung sowie der Kontodaten für die Kfz-Steuerabbuchung.
  • Auswahl eines freien Kennzeichens oder Angabe eines reservierten Wunschkennzeichens.
  • Bezahlung mittels ePayment (Giropay oder Kreditkarte) nach automatischer Prüfung der Antragsdaten.
  • Versand der Fahrzeugpapiere, Stempelplakettenträger und HU-Plakette per Post nach Überprüfung Ihrer Angaben.
  • Erhalt eines elektronischen Bescheids über die Zulassung und eines vorläufigen Zulassungsnachweises, den ihr innerhalb von 30 Minuten abrufen können.

Neu seit dem 1. September 2023:  Nachdem der vorläufige Zulassungsnachweis gut lesbar im Fahrzeug ausgelegt und der Bescheid über die Zulassung mitgeführt wird, könnz ihr direkt losfahren, auch mit ungestempelten Kennzeichen. Vorab solltet ihr daher ein Wunschkennzeichen reservieren und prägen lassen. Diese Regelung gilt für höchstens 10 Tage bzw. bis Sie die Zulassungspapiere und die Plakettenträger von der Behörde erhalten. Sobald die Plakettenträger eingetroffen sind, müsst ihr diese auf dem Kennzeichen anbringen.

    So geht die Ummeldung:

    Das Verfahren ist grundsätzlich identisch zur Anmeldung. Es ist erforderlich, das Kennzeichen mitzunehmen. In Echtzeit wird der Antrag automatisiert überprüft und der Zulassungsbescheid kann innerhalb von 30 Minuten online abgerufen werden. Anschließend ist es möglich, den Bescheid auszudrucken, ihn mitzunehmen und sofort loszufahren. Die Zulassungsbehörde verschickt postalisch die Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie ein Informationsschreiben.

    So geht die Abmeldung:

    Bei der Abmeldung eines Fahrzeugs hat sich der Prozess seit dem 1. September 2023 wie folgt geändert:

    • Es ist nicht mehr erforderlich, den Halter vollständig zu identifizieren. Die Eingabe der Sicherheitscodes aus den Zulassungsdokumenten gilt nun als ausreichender Legitimationsnachweis.
    • Ihr gebt das Kfz-Kennzeichen und den freigelegten Sicherheitscode aus der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) ein. Wenn ihr das gleiche Kennzeichen später erneut verwenden möchtet, könnt ihr es vorab reservieren lassen.
    • Die Gebühr wird über ein ePayment-System beglichen.
    • Nach erfolgreicher Überprüfung der eingegebenen Daten erhaltet ihr eine Bestätigung der Abmeldung, die online abgerufen werden kann.

    So teuer ist der Service

    Die Preise beziehungsweise Gebühren sind bundesweit einheitlich und belaufen sich auf ca. 55 Euro. Mit dem Inkrafttreten der neuen Fahrzeugzulassungsverordnung wurden die Gebühren für die Online-Zulassung gesenkt. Diese Gebühren sind deutlich günstiger als die Gebühren, die auf dem Amt entstehen. Hier eine Übersicht des BayernPortals:

    • Eine digitale Erstzulassung / Wiederzulassung kostet künftig 12,80 Euro (im Verkehrsamt 30 Euro)
    • Wer sein Auto umschreibt, zahlt 12,10 Euro (im Verkehrsamt 27,20 Euro)

    Dazu kommen noch Portokosten für das Versenden der Zulassungsbescheinigung Teil II als Einschreiben oder Postzustellungsurkunde respektive bei besonderem Antrag Entgelte für Eil- und Expresszustellungen.

    Zwei Monate Online-Fahrzeugzulassung in Bayern

    In Bayern sind in den ersten zwei Monaten nach dem Start der Online-Fahrzeugzulassung bereits mehr als 20 000 Anträge gestellt worden. Mit dem digitalen Service "i-Kfz" können Besitzer seit dem 1. September Fahrzeuge zulassen, umschreiben oder abmelden. Fast alle 96 Zulassungsbehörden im Freistaat bieten dies bereits online an, wie das bayerische Verkehrsministerium mitteilte.

    Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das, dass sie sich den Weg zur Zulassungsstelle und die Wartezeit vor Ort sparen können.

    Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU)

    Persönliche Anträge immer noch möglich

    Wer den persönlichen Kontakt bevorzuge, könne aber auch in Zukunft seine Zulassungsstelle aufsuchen. Besonders die automatisch durchgeführten Abmeldungen sind laut Ministerium sehr beliebt, da sie ohne Identifizierung genutzt werden könnten. Alle anderen Zulassungsvorgänge setzen einen neuen Personalausweis mit ID-Funktion oder ein Elster-Zertifikat voraus. 

    Coffee Music

    Unplugged und entspannt! Singer-Songwriter, Pop & exklusive Live-Sessions.

    Gerade läuft:

    Bayern Insider

    Christian Falk berichtet seit über 20 Jahren über den FCB. "Falki" hat Stars wie Matthäus, Kahn, Ballack, Schweinsteiger und Effenberg erlebt. Er telefoniert regelmäßig mit den aktuellen Stars, mit den Bayern-Bossen - und bekommt immer wieder Anrufe von Uli Hoeneß. Kurz gesagt: Christian Falk ist der Bayern Insider. Er hat das perfekte Netzwerk rund um den FC Bayern und die Nationalmannschaft. Und darüber spricht er in seinem Podcast. Über die Stars - und mit den Stars. Immer wieder befragt Falki Profis, Legenden - und Kenner der Szene.