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US-Experte Julius van de Laar analysiert Rubios Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Klare Agenda und neue Töne im transatlantischen Verhältnis

US-Experte Julius van de Laar hat auf ANTENNE BAYERN die Rede von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz eingeordnet. Er erkennt eine klare Agenda und neue Töne im transatlantischen Verhältnis. Was das für Europa bedeutet, lest ihr hier.

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62. Münchner Sicherheitskonferenz Kay Nietfeld/dpa

US-Experte Julius van de Laar hat die Rede von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz für ANTENNE BAYERN analysiert. Er sieht darin eine deutliche Botschaft an Europa – mit klaren Erwartungen und einer neuen Tonlage im transatlantischen Verhältnis.

Rubio mit klarer Agenda und deutlicher Botschaft

Laut van de Laar ist Rubio mit einer „klaren Agenda“ nach München gekommen. Der US-Außenminister habe zwar rhetorisch die Hand ausgestreckt, aber gleichzeitig auch „eine Drohkulisse aufgebaut und Druck ausgeübt“. Van de Laar betont: Rubio habe deutlich gemacht, dass die USA Europa als Partner wollen – aber nur, wenn Europa bereit ist, auf die USA zuzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Rubio sagte, die USA wollten einen starken, stolzen Partner, der in der Lage sei, sich selbst zu verteidigen. 

„My way or the Highway“ – Die neue Rhetorik aus den USA

Der US-Experte, der im Wahlkampfteam von Ex-Präsident Obama gearbeitet hat,  hebt hervor, dass Rubio in seiner Rede eine klare Linie gezogen hat: „Wir wollen es zusammen mit euch machen, aber wenn ihr nicht bereit seid, dann machen wir es auch alleine.“ Diese Haltung fasst der Experte mit dem amerikanischen Sprichwort „my way or the highway“ zusammen. Das bedeutet: Entweder Europa folgt dem Kurs der USA, oder es steht alleine da.

Gemeinsame Geschichte, aber Warnung vor Herausforderungen

Rubio betonte in seiner Rede die Gemeinsamkeiten zwischen den USA und Europa und verwies auf die „gemeinsame Entstehungsgeschichte“, kritisierte gleichzeitig aber die europäische Klimapolitik und die Migration. Man müsse die Kontrolle über die eigenen Grenzen zurückgewinnen, so der Außenminister.
Laut Experte van de Laar hat Rubio deutlich gemacht, dass es um Realpolitik geht. Rubio sehe große Probleme auf Europa zukommen, wenn es nicht mitspiele. 


Neue Töne im transatlantischen Verhältnis

Für van de Laar ist klar: Rubio hat einen anderen Ton angeschlagen als Vizepräsident Vance im letzten Jahr. Die Rede sei weniger konfrontativ, aber dennoch mit klaren Forderungen verbunden. Europa muss sich darauf einstellen, dass die USA in Zukunft noch mehr Eigenverantwortung und Engagement erwarten.