Apothekerstreit in Bayern: Worum es geht und wo ihr trotzdem Hilfe bekommt
Am Montag, den 23.3. bleiben viele Apotheken in Bayern geschlossen. Worum es beim Apotheker-Protest geht und wo ihr die nächste Notapotheke findet, seht ihr hier.
Am Montag, den 23. März 2026, bleiben viele Apotheken in Bayern geschlossen. Die Apothekerinnen und Apotheker protestieren für faire Honorare und eine sichere Versorgung. Der Bayerische Apothekerverband ruft am Montag von 12 bis 14 Uhr zu einer zentralen Protest-Kundgebung auf dem Münchner Odeonsplatz auf. Viele Apotheken-Mitarbeiter aus ganz Bayern werden sich dazu auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt machen.
Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Protesttages mit weiteren Kundgebungen in Berlin, Hannover und Düsseldorf.
Apotheker-Streik - worum geht’s?
Seit Jahren kämpfen die Apotheken für eine bessere Bezahlung. Das gesetzliche Honorar für rezeptpflichtige Medikamente wurde seit 2013 nicht angepasst – obwohl die Kosten, vor allem für Löhne, stark gestiegen sind. Die Zahl der Apotheken in Bayern ist seit 2015 um über 19 Prozent gesunken. Die Apotheker warnen: Wenn sich nichts ändert, drohen Versorgungslücken, besonders auf dem Land.
Bayern hat in den vergangenen zehn Jahren über 500 Apotheken verloren. Wenn die Anpassung nicht kommt, folgen weitere mit Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit
Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands
Apotheker-Streik - was ist, wenn ich am Montag Medikamente brauche?
Eine akute Versorgungslücke wird es nicht geben. Patientinnen und Patienten sollten ihre Rezepte möglichst noch diese Woche oder erst am Dienstag einlösen, rät der Bayerische Apothekerverband, doch eine Akutversorgung werde es selbstständlich geben.
Rund 140 Apotheken in Bayern haben Notdienst und sind rund um die Uhr erreichbar. So ist auch während des Protesttags die Notfallversorgung gesichert.
Wer am Montag eine Notdienstapotheke benötigt, findet entsprechende Adressen online unter aponet.de/notdienstsuche oder telefonisch unter 0800 00 22833 aus dem Festnetz oder über 22833 mit dem Handy.
Apotheker-Streik - was passiert und wer ist betroffen?
Viele Apotheken schließen komplett oder teilweise, um am Protest teilzunehmen. Die Aktion läuft unter dem Motto „Uns gibt es nicht zum Nulltarif!“ und wird von einer Online-Petition begleitet. Patientinnen und Patienten werden gebeten, ihre Medikamente rechtzeitig abzuholen.
Wer ist betroffen?
- Apotheken und ihr Personal in ganz Bayern
- Patientinnen und Patienten, die (regelmäßig) Medikamente brauchen
- Die Politik, die zum Handeln aufgefordert wird