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Bergfeuer und Gebete locken nach Pottenstein

In der fränkischen Kleinstadt Pottenstein sorgen am Abend des Dreikönigstags Bergfeuer für spektakuläre Bilder. Diesmal gibt es sogar Schnee.

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Lichterfest zum Abschluss des Festes «Ewige Anbetung» Daniel Löb/dpa

Pottenstein (dpa/lby) - Bei Minustemperaturen und Dauerfrost sind am Abend des Dreikönigstags wieder Tausende Ausflügler und Touristen nach Pottenstein (Landkreis Bayreuth) gekommen. Der Grund ist ein katholisches Fest: Zum Abschluss der Ewigen Anbetung bewegte sich am Abend eine Prozession durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt. Und an den Felshängen rundherum brannten zahlreiche Bergfeuer. In diesem Jahr sorgte der Schnee, der in den vergangenen Tagen gefallen war, für eine spektakuläre Kulisse.

Das Brauchtum der Ewigen Anbetung geht auf das 18. Jahrhundert zurück, als der Bamberger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (1757-1779) Gebetstage für seine Gemeinden einführte. Jede Pfarrei hat auch heute noch ihren festen Tag, an dem dieses Fest begangen wird. Vielerorts wird der Abschluss der Anbetung am Abend mit einer Prozession gefeiert. Ähnlich wie an Fronleichnam wird dabei die Monstranz, ein Schaugefäß für die geweihte Hostie, durch die Straßen getragen, die Gläubigen beten und singen.

In den Tagen rund um Weihnachten gibt es in der Fränkischen Schweiz traditionell etliche Termine zur Ewigen Anbetung – teils auch mit Bergfeuern oder besonders illuminierten Wegen. Der Anbetungstag in Potteinstein ist jedoch die weit über Franken hinaus bekannteste Veranstaltung dieser Art und lockt jedes Jahr zahlreiche Gäste an.

© dpa-infocom, dpa:260106-930-506616/1