Courage-Medaille für Helfer aus Bayern
22 Menschen aus Bayern erhalten die Courage-Medaille für ihr beherztes Eingreifen in gefährlichen Situationen. Was sie antreibt und welche Folgen ihr Einsatz für einige von ihnen hat.
München (dpa) - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat 22 engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Courage-Medaille geehrt. Sie zeichnet Menschen aus, die sich durch ihr mutiges und beherztes Einschreiten auf besondere Weise um die Innere Sicherheit verdient gemacht haben.
Die Empfänger der Medaille kommen aus allen Teilen Bayerns. Sie haben sich in unterschiedlichsten Situationen für die Sicherheit und für ihre Mitmenschen eingesetzt. Laut Ministerium griffen sie unter anderem bei Messerangriffen und Raubüberfällen ein. Sie engagierten sich zur Verhinderung von Sexualdelikten und Betrugsmaschen durch «Schockanrufe» oder angebliche Polizeibeamte oder auch bei der Vereitelung von Einbrüchen und illegaler Schleusung.
Zu den Geehrten zählen unter anderem zwei Männer, die im unterfränkischen Mellrichstadt mit bloßen Händen einen Messerangreifer zu stoppen versuchten, der auf eine Kollegin losging. In diesem Fall rettete das mutige Eingreifen der Kollegen die 59-Jährige nicht. Sie starb an den zielsicher geführten Stichen. Einer der beiden Helfer wurde lebensgefährlich verletzt und überlebte nur durch eine mehrstündige Notoperation, der andere trug schwere Verletzungen davon. Beide leiden bis heute unter dem Geschehen. Dennoch sind sie nach wie vor überzeugt, dass es richtig war einzugreifen.