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Erinnerungslücken im Mordprozess

Ein Mann aus Garmisch-Partenkirchen soll seinen Freund getötet und dessen Wohnung angezündet haben. Nun hat der Prozess gegen ihn begonnen.

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Strafjustizzentrum München Sven Hoppe/dpa

München (dpa/lby) - Ein Mann, der seinen langjährigen Freund getötet und dessen Wohnung in Garmisch-Partenkirchen in Brand gesetzt haben soll, kann sich an die Tat nicht erinnern. Er habe keine Erinnerung daran und könne sich das selbst nicht erklären, ließ der Angeklagte vor dem Landgericht München II über seinen Anwalt erklären. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52-Jährigen Mord, Brandstiftung und fünffachen Mordversuch vor, weil sich in dem Haus weitere Menschen befanden.

Laut Anklage hatte der Mann sich nach einem Streit per WhatsApp, in dessen Verlauf sein Kumpel ihm die Freundschaft kündigte, zu dessen Wohnung begeben und dort mit einem Salzstein-Teelichthalter auf ihn eingeschlagen. Der Mann erstickte an seinem eigenen Blut.

Kurz vor der Auseinandersetzung soll der Angeklagte, der unter einer schweren psychischen Erkrankung leidet, seine Medikamente ohne Absprache mit seinem Arzt abgesetzt und einen schweren Rückfall erlitten haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Das Gericht hat sechs Verhandlungstage angesetzt, das Urteil könnte am 4. Februar fallen.

© dpa-infocom, dpa:260108-930-516106/1