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FC Augsburg vorzeitig gerettet - aber noch keine Feierlaune

Der FC Augsburg erreicht sein ganz großes Ziel schon drei Spieltage vor dem Ende der Bundesliga-Saison. Doch Freude sieht anders aus.

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FC Augsburg - Eintracht Frankfurt Daniel Löb/dpa

Augsburg (dpa/lby) - In Party-Laune waren die Augsburger nicht. Dank ihres 1:1 (1:0) gegen die um die Europapokal-Qualifikation kämpfende Frankfurter Eintracht machten die Fuggerstädter zwar schon am 31. Spieltag den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga rechnerisch perfekt. Doch eine 16. Saison in der deutschen Eliteklasse ist dem FC Augsburg nicht genug.

«Die Spieler waren mega enttäuscht, dass sie nicht gewonnen haben», sagte Trainer Manuel Baum nach dem Unentschieden. Das zeige, dass sie «hungrig nach mehr» seien. Er selber habe auch «ein Problem damit, drei Spieltage vor Schluss, wo es noch neun Punkte gibt, zu feiern. Lasst uns doch jetzt die drei Spiele noch machen - und dann schauen wir, was rauskommt und dann hauen wir richtig auf die Pauke.»

Vor 30.660 Zuschauern sorgte Anton Kade (44. Minute) mit einem Abstauber für Jubel unter den Augsburger Fans. Der zur Halbzeit eingewechselte Ritsu Doan (66.) rettete den Frankfurtern immerhin noch ein Remis. Fünf Punkte aus den vergangenen fünf Spielen sind im Endspurt für die Hessen aber zu wenig. In der Nachspielzeit lenkte Augsburgs Torwart Finn Dahmen einen Fernschuss von Rasmus Kristensen bei dessen Comeback nach Verletzung gerade noch so über die Latte.

Schweigeminute für Manninger

Die Mannschaft sei schon ein «bisschen enttäuscht», räumte auch Torschütze Kade ein. Denn für die Augsburger sei «mehr drin» gewesen. Aber der Klassenerhalt der Fuggerstädter sei «schon cool».

Vor der Partie nahmen die Augsburger Abschied. Ihr früherer Torhüter Alexander Manninger, von 2012 bis 2016 in der Fuggerstadt aktiv, war neun Tage zuvor im Alter von 47 Jahren bei einem Verkehrsunfall im Raum Salzburg ums Leben gekommen.

Die Augsburger Profis wärmten sich in T-Shirts mit Manningers Namen und der Nummer eins darauf auf. Nach der Schweigeminute für den Österreicher bestritten sie die Begegnung in Trauerflor. «Für immer ein Teil unserer Bundesliga-Geschichte. Ruhe in Frieden, Alex!», stand auf einem Banner der Fans geschrieben.

Nach drei Spielen ohne Niederlage änderte Baum seine Startelf nur einmal: Für Rodrigo Ribeiro begann im Sturmzentrum der wuchtige Michael Gregoritsch, der dann auch an der Führung beteiligt war.

Gregoritsch an den Pfosten

Riera entschied sich gleich für drei Änderungen: Ellyes Skhiri, Can Uzun und Love Arrhov begannen. Für den 17-jährigen Schweden Arrhov, im Winter von IF Brommapojkarna gekommen, war es die Premiere in der Startelf. Zur Halbzeit kam jedoch schon Ansgar Knauff für ihn.

Die Augsburger zeigten sich von Beginn an hellwach und zweikampfstark. Doch das Tor in der ersten Hälfte fiel erst kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach einem Konter über Dimitrios Giannoulis auf der linken Seite legte Kade auf Gregoritsch ab. Dessen Schuss aus rund elf Metern knallte an den linken Pfosten - und prallte von dort vor die Füße von Kade. Der 22-Jährige ließ sich die Chance aus wenigen Metern im Fallen nicht nehmen.

Die Frankfurter kamen mit Wucht aus der Kabine. Das Ziel Ausgleich war ihnen anzusehen. Doch stattdessen waren die Hausherren dem 2:0 erstmal näher. Eine Kopfballverlängerung von Gregoritsch (54.) klatschte an den Pfosten. In der Schlussphase gab es Chancen auf beiden Seiten. Die Augsburger Fans jubelten, als der lange verletzte Chrislain Matsima kurz vor dem Ende noch eingewechselt wurde.

© dpa-infocom, dpa:260425-930-993186/1