«Goethe hatte kein TikTok» - KI-Buch von Söder-Tochter
Im Fernsehen versuchte Gloria-Sophie Burkandt, ihrem Vater Markus Söder zu erklären, worum es in ihrem Buch «Generation KI» geht. Jetzt kommt es auf den Markt - und das steht drin.
München (dpa) - Schon seit einiger Zeit spricht Model Gloria-Sophie Burkandt über ihr Buch - jetzt ist es da: An diesem Montag (21. September) erscheint «Generation KI». Untertitel: «Menschlich bleiben in der neuen Welt».
Die älteste Tochter von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder vermischt darin persönliche Erlebnisse und Beobachtungen mit gesellschaftlichen Analysen. Ihr Buch richtet die 27-Jährige laut Vorwort «an alle, die wissen, dass sich gerade ein kultureller Wandel vollzieht, und die bereit sind, zuzuhören, zu lernen und Brücken zu bauen».
KI «unfassbar komplex und folgenreich»
Einen Vortrag des KI-Pioniers Yann LeCun beim Weltwirtschaftsforum in Davos nennt sie ihren «Aufwachmoment». «Ich weiß noch, wie elektrisiert ich in diesem Moment war. Vorher hatte ich KI gesehen wie andere Innovationen auch: interessant, bedeutend, aber trotzdem weit weg. Wie Weltraumtechnologie oder irgendein Zukunftsthema, über das man einen Vortrag hört und danach normal weiterlebt», schreibt sie. «Aber wenn man wirklich eintaucht, merkt man erst, wie unfassbar komplex und folgenreich das alles ist.» Sie sieht eine «Stunde Null».
Allerdings bleibt sie bei dem komplexen Thema dann doch eher an der Oberfläche, kommt immer wieder auf sich selbst und dann wieder ganz allgemein auf ihre Generation zu sprechen. «Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine Generation nicht mehr gelernt hat, wirklich still zu sein – im Kopf. Er läuft die ganze Zeit weiter», schreibt sie.
«Goethe hatte kein TikTok»
Das ganze Denken habe sich verändert: «fragmentiert, schnell, unruhig und immer auf der Suche nach dem nächsten Impuls». Und: «Goethe hatte kein TikTok, keine Pushnachrichten, kein Instagram. Wenn dem langweilig war, dann musste er mit seinen Gedanken allein sein, und da raus entstand etwas.»
Dass sie vorhat, dieses Buch zu schreiben, hat Burkandt schon seit geraumer Zeit angekündigt - auch in der Fernseh-Show «Born Famous», in der sie einigermaßen vergeblich versuchte, ihrem Vater zu erklären, woran sie arbeitet.
Es solle unter anderem darum gehen, wie junge Leute heute kommunizieren. «Die Energie ist komisch», diesen Satz verstünden Menschen wie ihr Vater zwar nicht, junge Leute aber schon, sagte Burkandt damals. Söder schaute skeptisch.