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Herrmann legt Verfassungsschutzbericht vor

Wie groß ist die Gefahr von Rechtsextremisten, Linksextremisten, Islamisten? Und was ist mit Spionage und Cyberattacken? Darauf will Innenminister Herrmann Antworten geben.

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Herrmann stellt neue Verfassungsschutz-Erkenntnisse vor Sven Hoppe/dpa

München (dpa/lby) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellt am Montag (11.30 Uhr) den neuen Verfassungsschutzbericht vor. Spionage, Sabotage und gezielte Desinformation, insbesondere von ausländischen Akteuren, hätten im letzten Jahr deutlich zugenommen, hieß es schon vorab vom Ministerium. Und auch der islamistische Terror gefährde das Alltagsleben im Freistaat – ein Beispiel hierfür sei der frühzeitig vereitelte Anschlagsplan auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing. Zudem beobachteten die Sicherheitsbehörden eine steigende Gewaltbereitschaft auf vielen Seiten. 

Zuletzt war bereits bekanntgeworden, dass in Bayern im vergangenen Jahr so viele politisch motivierte Straftaten registriert wurden wie nie zuvor. Insgesamt wurden 8.700 solcher Taten gezählt, 1.000 mehr als im Jahr zuvor, wie das Landeskriminalamt (LKA) auf dpa-Anfrage mitteilte. 2024 waren 7.680 politisch motivierte Straftaten erfasst worden, 2023 waren es 8.041 gewesen.

Mehr Gewalttaten

Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten stieg ebenfalls an, wie aus den LKA-Zahlen hervorging: von 401 im Jahr 2024 auf 418 im vergangenen Jahr. Dazu zählen etwa Körperverletzungen, Brand- und Sprengstoffdelikte, aber auch Widerstandsdelikte gegen Beamte. 144 der registrierten Gewaltdelikte wurden nach LKA-Angaben dem rechten und rechtsextremen Bereich zugeordnet, 129 dagegen dem linken und linksextremem Bereich.

© dpa-infocom, dpa:260420-930-966979/1