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Hochschulsport in Nürnberg vor dem Aus - ab nach Erlangen?

Etwa 24.000 Studierende verlieren ihr Sportangebot an der Uni in Nürnberg. Wie sie mit einer Online-Petition um neue Lösungen kämpfen und welche Alternativen jetzt diskutiert werden.

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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Daniel Karmann/dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Studenten und Studentinnen in Nürnberg müssen vom kommenden Wintersemester an für Hochschulsport nach Erlangen fahren. «Zum 31. Juli 2026 schließt das Sportgebäude am Campus Regensburger Straße in Nürnberg. Damit endet auch das Hochschulsportangebot am Standort Nürnberg», teilte die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg mit. «Als Alternative steht das Kursangebot in Erlangen zur Verfügung, das durch Umstrukturierungen ab dem Wintersemester erweitert wurde.» Zudem würden Sportvereine in Nürnberg Angebote für Interessierte machen. Zuvor hatten Medien berichtet. 

Der kostenpflichtige Hochschulsport der FAU steht auch Studierenden der Technischen Hochschule Nürnberg sowie der Evangelischen Fachhochschule und der Hochschule für Musik offen - betroffen sind etwa 24.000 Frauen und Männer. Im vergangenen Sommersemester hätten nach Universitätsangaben knapp 650 Studierende in Nürnberg das Angebot wahrgenommen.

Bauzustand schlecht

Die FAU begründete die Entscheidung mit dem schlechten baulichen Zustand des bisher genutzten Sportgebäudes. «So musste bereits zum 1. Dezember 2025 das Schwimmbad kurzfristig stillgelegt werden. Eine Reparatur der Schwimmbadtechnik wäre nur mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand möglich gewesen», hieß es. 

«Angesichts des schlechten baulichen Zustands des Gesamtgebäudes, der hohen Kosten für Reparatur und Betrieb, der Verlagerung der sportpraktischen Veranstaltungen von Nürnberg nach Erlangen sowie des anstehenden Nutzungsendes ist der Weiterbetrieb für die FAU wirtschaftlich nicht darstellbar.»

Eine Übernahme des Gebäudes zum Weiterbetrieb durch die Stadt Nürnberg sei nicht möglich. 

Online-Petition für Alternativen

Studierende wollen nun mit einer Online-Petition Stimmen sammeln, um die Hochschulen und die Stadt dazu zu bewegen, nach Alternativen zu suchen. «Mögliche Lösungen reichen von der Nutzung städtischer Sportstätten über Kooperationen mit Sportvereinen bis zur Anmietung geeigneter Hallen», heißt es unter anderem. Ziele seien etwa der Erhalt eines Hochschulsportangebots in Nürnberg und eine Übergangslösung bereits zum anstehenden Wintersemester.

Erlangen sei keine Alternative: «Die Anfahrt dauert oft mehr als eine Stunde pro Strecke und lässt sich kaum mit Vorlesungen, Prüfungen, Nebenjob oder Praktika vereinbaren», schreibt die Initiatorin der Online-Petition.

© dpa-infocom, dpa:260727-930-444004/1