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IHK warnt Unternehmen in Oberfranken vor neuer Phishing-Welle gegen Microsoft-365-Konten

Die IHK für Oberfranken Bayreuth schlägt Alarm: Eine neue Phishing-Welle zielt auf Microsoft-365-Konten von Firmen in der Region. Mehrere Unternehmen sind bereits betroffen. Was hinter der Methode „Kali365“ steckt und welche Schutzschritte für euch jetzt wichtig sind, lest ihr hier.

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Ein Laptop im dunklen Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die IHK für Oberfranken Bayreuth warnt Unternehmen in der Region vor einer neuen, umfangreichen Phishing-Welle, die gezielt Microsoft‑365‑Konten von Mitarbeitenden angreift. Mehrere oberfränkische Firmen sind nach Angaben der Kammer bereits betroffen.

Neue Methode „Kali365“ zielt auf Microsoft-365-Konten

Nach Warnungen der Bamberger IT-Sicherheitsfirma whitelisthackers GmbH nutzen Angreifer eine neue Methode namens „Kali365“, um sich Zugriff auf Microsoft-365-Konten von Mitarbeitenden heimischer Unternehmen zu verschaffen.

Dabei werden laut IHK täuschend echte Nachrichten verschickt, die auf den ersten Blick wie offizielle Microsoft-Anfragen aussehen. Wer den darin enthaltenen Anweisungen folgt, kann unbemerkt den Zugriff auf das eigene Konto freigeben – teilweise sogar dann, wenn eine zusätzliche Sicherheitsabfrage per Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) eingerichtet ist.

Warum klassische Phishing-Hinweise nicht ausreichen

Die IHK macht deutlich, dass herkömmliche Warnungen wie „Achten Sie auf verdächtige Absender“ in diesem Fall nicht genügen. Die betrügerischen Nachrichten wirken sehr echt und ähneln offiziellen Mitteilungen von Microsoft.

Deshalb sind sowohl IT-Verantwortliche als auch Mitarbeitende besonders gefordert:Im Unternehmen sollte konkret über diese neue Gefahr gesprochen werden. Mitarbeitende müssen wissen, dass sie aktuell noch vorsichtiger mit Links, Anmeldeaufforderungen und scheinbar offiziellen Nachrichten umgehen sollten.

Was IT-Abteilungen jetzt prüfen sollten

Die IHK empfiehlt, dass die IT-Abteilung oder der zuständige IT-Dienstleister gezielt technische Schutzmaßnahmen überprüft. Konkret wird empfohlen:

  • zu prüfen, ob die Geräteanmeldung ohne Tastatur („Device-Code-Flow“) in der Microsoft-Umgebung eingeschränkt oder ganz abgeschaltet werden kann
  • ungewöhnliche Anmeldungen, aktive Geräte und laufende Sitzungen in den Konten zu kontrollieren
So lassen sich Auffälligkeiten schneller erkennen und mögliche Angriffe eingrenzen.

Zusammenarbeit im Unternehmen ist entscheidend

Die Warnung der IHK für Oberfranken Bayreuth macht deutlich, dass es nicht nur um technische Einstellungen geht. Wichtig ist auch der Austausch im Team:

Mitarbeitende sollten über aktuelle Beispiele informiert werden und wissen, wie sie verdächtige Nachrichten melden können. IT-Verantwortliche sollten zugleich die empfohlenen Prüfungen in der Microsoft-Umgebung vornehmen, um die Firmenkonten besser abzusichern.