Zum Hauptinhalt springen

Kommunalwahl: CSU muss sich auf Konkurrenz aus der eigenen Jugendorganisation einstellen

Die Junge Union Bayern geht bei der Kommunalwahl mit einer Rekordzahl an eigenen Listen ins Rennen. Damit wird die CSU in vielen Gemeinden, Städten und Landkreisen von ihrer eigenen Nachwuchsorganisation herausgefordert. Was das für die bayerische Politik bedeutet, lest ihr hier.

ANTENNE BAYERN ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG ANTENNE BAYERN Logo
Manuel Knoll Pia Bayer/dpa

Die Junge Union Bayern tritt bei der kommenden Kommunalwahl mit einer Rekordzahl an eigenen Listen an. Damit wird die Nachwuchsorganisation der CSU in vielen Regionen erstmals zur direkten Konkurrenz für die Mutterpartei.

CSU steht vor neuer Konkurrenz aus den eigenen Reihen

Mit mindestens 104 eigenen Listen ist die Junge Union so präsent wie nie zuvor. Im Vergleich zur Kommunalwahl 2020, als die JU erstmals eigenständig antrat, hat sich die Zahl der Listen mehr als verdoppelt. Besonders auf Landkreisebene ist der Zuwachs deutlich: Hier steigt die Zahl der JU-Listen von 12 auf 28. Auch in den kreisfreien Städten und Gemeinden wächst die Zahl der JU-Listen deutlich. Damit tritt die JU in rund 40 Prozent der bayerischen Landkreise und in jedem vierten kreisfreien Zentrum eigenständig an.

Junge Union will mehr politische Mandate für junge Menschen

JU-Landesvorsitzender Manuel Knoll erklärt im ANTENNE BAYERN-Interview, dass die eigenen Listen jungen Menschen den Einstieg in politische Mandate erleichtern sollen. Auf etablierten CSU-Listen seien oft bereits Bürgermeister, Fraktionsvorsitzende und andere Funktionsträger vertreten. Die JU sieht darin eine Chance, mehr junge Kandidaten in die Kommunalpolitik zu bringen. Das sei nicht nur gut für die Partei, sondern auch für die Kreistage oder Gemeinderäte, so Knoll: "Dadurch gelangen neue, junge Köpfe in die Gremien und das macht das Gremium ein Stück weit lebendiger." Zu den wichtigsten Themen der jungen Kandidaten zählten Bildung und Digitalisierung.

„Die CSU muss sich auf Konkurrenz aus der eigenen Jugendorganisation einstellen.“

JU-Chef Manuel Knoll

Eigenständige JU-Listen: Herausforderung für die CSU

Knoll betont: „Die CSU muss sich auf Konkurrenz aus der eigenen Jugendorganisation einstellen.“

Viele junge Politiker aus ganz Deutschland haben zuletzt ihrem Ärger über die Bundespolitik Luft gemacht, beispielsweise bei der Debatte um neue Schulden oder das Rentenpaket, und damit der jungen Generation Gehör verschafft. Geht es nach der JU, soll sich das bei der bayerischen Kommunalwahlen fortsetzen.