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Kahn und Co erhalten bayerischen Verdienstorden

Nicht nur für seine Paraden als «Titan», sondern auch für sein Engagement für junge Menschen bekommt Kahn den bayerischen Verdienstorden. Wer noch unter den 68 Geehrten ist.

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Verleihung Bayerischer Verdienstorden Peter Kneffel/dpa

München (dpa/lby) - Große Ehre für den Titan: Oliver Kahn hat den Bayerischen Verdienstorden für seine Torhüter-Karriere beim FC Bayern München und sein gesellschaftliches Engagement erhalten. Mit ihm wurden 67 weitere Menschen mit der besonderen Auszeichnung geehrt. Die Auszeichnung nahm Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor. 

Kahn: Spezieller Moment voller Dankbarkeit

«Es ist natürlich immer ein sehr spezieller Moment, weil man kurz mal innehalten kann, man reflektiert über die Vergangenheit», sagte Kahn nach der Ehrung in der Münchner Residenz. Er spüre viel Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die ihn unterstützt hätten. «Im Grunde nimmt man ja so eine Auszeichnung immer stellvertretend für viele andere Menschen, die einen begleitet haben, dann entgegen.» Als Sportler habe er «sehr auf der Sonnenseite des Lebens» gestanden, daher sei es «Verpflichtung und Verantwortung», denen etwas zu geben, die nicht so viel Glück hatten im Leben.

Mit seiner Stiftung engagiert sich der ehemalige Nationaltorwart für benachteiligte Kinder und Jugendliche und gestaltet Bildungs- und Sportprojekte für sie. «Oliver Kahn verbindet sportliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung», hieß es in der Laudatio. 

Von Kunst über Wirtschaft bis hin zu Forschung und Heimat

Neben Kahn erhielten aus dem Bereich Sport unter anderem die Wintersportlerin Denise Herrmann-Wick und der Bergsteiger Thomas Huber den bayerischen Verdienstorden. Auch die ehemalige Boxerin Tina Rupprecht erhielt einen Verdienstorden. Sie gewann als erste deutsche Boxerin alle vier bedeutenden Weltmeistertitel einer Gewichtsklasse. Aus dem Bereich Kunst, Kultur und Unterhaltung ehrte Söder unter anderem die Kabarettisten Willy Astor und Bruno Jonas, den Film-Produzenten Oliver Berben und den Popmusiker Stefan Zauner. 

Auch Politikerinnen und Politiker wie Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) erhielten den bayerischen Verdienstorden. Aus dem Bereich Forschung nahmen Ursula Münch und Josef Aschbacher die besondere Auszeichnung entgegen. Nach den Worten des Laudators stehe Münch seit vielen Jahren für herausragende wissenschaftliche Expertise und engagierte politische Bildungsarbeit. Aschbacher verantwortet als Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA die strategische Ausrichtung der europäischen Raumfahrt. 

Nur 2.000 lebende Ordensinhaber

Der Bayerische Verdienstorden wird seit 1957 «als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk» vom Ministerpräsidenten verliehen. Nach Angaben der Staatskanzlei soll die Zahl der lebenden Ordensinhaber 2.000 nicht überschreiten.

© dpa-infocom, dpa:260703-930-328294/1