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Kind eingesperrt? Ermittlungen gegen Jugendhilfe-Leiterin

Gegen die Leiterin einer Einrichtung für Jugendhilfe wurden schwere Vorwürfen erhoben. Sie soll ein Kind mindestens eine Woche lang in ein Zimmer gesperrt haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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Landgericht Ellwangen Bernd Weißbrod/dpa

Ellwangen (dpa/lsw) - Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Leiterin einer Jugendhilfeeinrichtung im Main-Tauber-Kreis. Die Frau soll ein betreutes Kind mindestens eine Woche lang in einem Zimmer eingesperrt haben, teilte die Staatsanwaltschaft Ellwangen mit. Der genaue Zeitpunkt sei noch unbekannt, vermutlich aber Anfang 2026. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. 

Die Beschuldigte befindet sich demnach nicht in Untersuchungshaft und hat sich bislang nicht zu den Vorwürfe geäußert. Sie wird inzwischen anwaltlich vertreten. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Im Rahmen einer Durchsuchung seien umfangreiche Unterlagen sichergestellt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Diese würden nun ausgewertet, um den bestehenden Anfangsverdacht zu entkräften oder zu erhärten. Weitere Details nannte die Behörde nicht. Das Jugendamt des Landkreises hatte im April insgesamt vier Kinder aus der Jugendhilfeeinrichtung herausgenommen. Sie wurden einer Sprecherin zufolge in andere Einrichtungen gebracht.

© dpa-infocom, dpa:260826-930-584865/1