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Musiala soll auf WM verzichten? Eberl kontert Kahn

Oliver Kahn rät Jamal Musiala, die Fußball-WM auszulassen. Der Bayern-Profi sucht nach schwerer Verletzung noch seine Form. Der Sportvorstand der Münchner reagiert mit Unverständnis auf Kahn.

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Jamal Musiala Tom Weller/dpa

München (dpa) - Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl kann den Ratschlag von Oliver Kahn nicht nachvollziehen, dass der lange verletzte Spielmacher Jamal Musiala auf eine WM-Teilnahme verzichten soll. «Man kann einem Sportler nicht sagen, lass die WM sausen und mach was anderes. Jamal geht seinen Weg. Wir haben alle die Verletzung gesehen, die sehr kompliziert war und eben auch Nachwehen hatte», sagte Eberl dem TV-Sender Sky.

Eberl: Musiala «tut uns bei der WM sehr gut»

Bei Musiala komme irgendwann «dieser Moment, bei dem etwas Außergewöhnliches auf dem Platz passiert und alles wie weggeblasen sein wird. Einen so großartigen Spieler wie Jamal Musiala, gesund und mit seiner Form, – der tut uns bei der WM sehr gut. Wenn es dann eben nicht in hundertprozentiger Topform ist, dann hat man ihn trotzdem gerne auf der Bank, um genau diese besonderen Momente zu kreieren», sagte Eberl.

Kahn hatte Tags zuvor mit einem Vorstoß für Aufmerksamkeit gesorgt. «Er sollte auf eine Teilnahme bei der WM verzichten. Wenn ich spüre, dass etwas in meinem Spiel nicht stimmt, dann muss ich an mir arbeiten, wieder bereit zu sein», sagte Kahn über Musiala in der Sky-Sendung «Triple – der Hagedorn-Fussballtalk».

Hamann pflichtet Kahn bei

Musiala hatte sich bei der Club-WM in den USA im vergangenen Sommer das Wadenbein gebrochen und dazu schwer am Sprunggelenk verletzt. Der 23-Jährige musste operiert werden und fiel bis zu Jahresbeginn aus. Seitdem ist der Edeltechniker auf der Suche nach seiner Form.

Wie auch Kahn ist Sky-Experte Dietmar Hamann mit Blick auf die WM skeptisch. «Die WM ist bei Jamal Musiala im Moment kein Thema. Er muss schauen, dass er Form findet. Wenn er sie wieder hat, dann kommt alles von selbst. Aber die Zeit wird ja nicht mehr. Er hat nur noch sieben Wochen. Es muss jetzt alles perfekt laufen», sagte Hamann.

© dpa-infocom, dpa:260410-930-928904/1